„Jetzt können wir wohl bald endlich anfangen“
2012-09-21T18:47:00+0200
Erste Absichtserklärungen für eine Groß-Investition waren im Jahr 2005 von Yamani und dem damaligen Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger unterzeichnet worden. Im Sommer 2006 hatte sich Yamani erstmals per Helikopter aufs Zollverein-Gelände fliegen lassen. Doch erst im Kulturhauptstadtjahr wurde es konkret: „Jetzt können wir wohl bald endlich anfangen“, erklärte Yamani gegenüber dieser Zeitung.
Der Plan: ein Hotel, der Folkwang-Neubau, eine Design-Stadt mit Büros. Errichtet werden sollte das alles auf dem ehemaligen Holzlagerplatz hinter Schacht 1/2/8, bis heute eine Brache. Insgesamtes Investitionsvolumen: 140 Millionen Euro. Pfingsten 2011 wurden Vorverträge unterzeichnet, im März dieses Jahres dann wurde der Kontrakt über den Grundstückskauf perfekt. Yamanis Firma „Hazy Trading Limited“ gehörte seitdem ein Stück Zollverein. Dachten alle.
Land zieht die Notbremse
Bloß: Der Scheich zahlte nicht . Die letzte Frist verstrich am Montag. Dann zog das Land die Notbremse und machte von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch .
In der Projektentwickler-Szene gibt es Leute, die behaupten: Dieser Scheich hat noch nie etwas bezahlt. Der WAZ Mediengruppe liegen Dokumente vor, die belegen: Yamanis Firma „Hazy Trading“ wurde erst im Frühjahr 2011 gegründet. Stammkapital: 36.000 Euro. Man muss kein BWL studiert haben, um zu verstehen: Das ist nicht so richtig viel Geld für eine Firma, die erklärt, millionenschwere Investitionen tätigen zu wollen.
Der Firmensitz von „Hazy Trading“ ist mit einer Adresse auf Malta angegeben. Bloß: Am Gebäude gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass es diese Firma dort wirklich gibt, das haben Recherchen vor Ort ergeben. Kein Firmenschild, kein Briefkasten, kein Klingelschild, nichts. Darüber hinaus zählt zu den Anteilseignern von „Hazy Trading“ eine kroatische Baufirma, die Medienberichten zufolge kurz vor der Pleite steht.
Das Märchen ist ausgeträumt.
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23:22
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13:39
... also ein weiterer "Fall" für den agilen Mann aus der Eishockeyszene und der Oberhausener - Skihalle ? Man hört gar nichts mehr - was ist los ? Möglicherweise kommt die Bühnenrückkehr mit Pauken und Trompeten über "Zollverein" .
10:00
Was soll das treuhänderische Verwalten von industrielle Erben für das Land NRW, wie z.B. Zollverein durch „NRW Urban“ bewirken? In meinen Augen sind diese Industrieruinen keine Denkmäler, die meisten sind hässlich und schrottreif. Die ehemaligen Nutzer / Eigentümer sollten dazu verpflichtet werden, diese "Erben" ordentlich zurückzubauen, von Altlasten zu befreien und dann selbst zu vermarkten. Sofern das nicht möglich ist wird die Natur diese Grundstücke wieder selbst übernehmen. Solche "Urwälder" würden im Revier besser aussehen als schrottreife Zechen, Hüttenwerke und "Zwieback Brandt" Ruinen.
Warum müssen die Folgekosten immer sozialisiert werden, wenn bestimmte Industrieanlgen nicht mehr benötigt werden?
09:32
Die alten "Wohlstandspumpen" der Montanindustrie des Ruhrgebietes sind bis auf Reste fast alle verschwunden. Ergiebige volkswirtschaftliche Wertschöpfungsprozesse finden nicht mehr statt. Da wundert es tatsächlich, dass dem Staat die Mittel fehlen, er auf Kredit lebt und die Armut im Ruhrgebiet erkennbar einzieht? Ersatzarbeitsplätze wie Nokia oder Opel verschwinden nun in der zweiten Welle - und was wird bleiben? Die "bunten" Luftschlösser - ob von Scheichs aus dem Morgenland oder der reichen Tante aus Amerika versprochen - werden die Situation nicht im Ansatz ändern!
07:45
# 1: Die Stiftung Zollverein ist der Ansprechpartner, nicht die Essener (Lokal-) politik.
Die Essener Politik hat nur wenig zu sagen. Es wäre wichtig zu schauen welche Leute dort agieren, welche Interessen sie habe etc. Dazu kommt die veröffentlichet Meinung der konservativen, kulturorientierten Presse. So werden wenig realistische Ideen hochgepuscht. Kritiker werden diffamiert oder tot geschwiegen.
So will ja uch niemand wissen, dass das 50 Millionen "Folkwanggeschenk", den öffentlichen Haushalt noch viel viel mehr kostet.
Mut wird von der Bevölkerung selten belohnt; Mainstream und Lemmigverhalten dagegen schon. Sollte eigentlich irritieren!!
21:27
Als gebürtiger Essener und Bürger dieser tollen Stadt kann ich nur sagen: Ich kann das Wort / den Begriff Zollverein einfach nicht mehr hören oder lesen. Essen hat eine tolle Geschichte, viele Facetten und zahlreiche Institutionen. Die ständige Reduzierung auf eine ehemalige Zeche hängt mir zum Halse heraus!
21:00
#1
Artikel nicht gelesen? Die Kommunalpolitiker habe da ausnahmsweise mal garnichts mit zu tun...
19:01
Auch das Ruhrgebiet, vorauseilend Essen, hat nun endlich auch seinen Nürburgring.
Wie dämlich können / dürfen Kommunalpolitiker sein?
"Ich kenne keine Parteien mehr" - nur noch Absolventen von [in vorauseilendem Gehorsam gelöscht]schulen.
Ricke, racke - Ruhrgebiet, oder: Kohlenpott ohne Kohle.