Jeder siebte Genosse hat schon abgestimmt

Auf der Suche nach ihrem Kandidaten für das höchste Amt der Stadt sind Essens Sozialdemokraten gestern Abend auf die Zielgerade eingebogen: Im Schloss Borbeck ging die vierte und letzte Regionalversammlung über die Bühne, bei der die Mitglieder – und nur sie – sich ein Bild von den beiden Bewerbern, Oberbürgermeister Reinhard Paß und seine Herausforderin und jetzige Bürgermeisterin in Rheine, Angelika Kordfelder, machen konnten. Bis zum 26. Januar können eingeschriebene Sozialdemokraten nun ihren Favoriten küren, und nach NRZ-Informationen hat bereits jeder siebte Genosse davon Gebrauch gemacht. Die Sorge, dass man womöglich die vorgeschriebene Mindestbeteiligung von 20 Prozent nicht erreichen könnte, umtreibt kaum noch jemanden, denn angesichts von 4.156 wahlberechtigten SPDlern am Tag des Unterlagenversands, dem 5. Januar, liegt die Messlatte damit bei 832 Stimmen. Unklar ist noch, wie beachtlich unterm Strich die Beteiligung ausfällt. Bei einem vergleichbaren Mitgliederentscheid in der Nachbarstadt Oberhausen lag die Beteiligung am Ende bei knapp über 50 Prozent. Gewonnen hat den Essener Entscheid und damit auch das Rennen um die OB-Kandidatur, wer die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt. Ausgezählt wird am übernächsten Montag im DGB-Haus an der Teichstraße. Bis 12 Uhr des angegebenen Tages können die Briefwahl-Stimmen noch abgegeben werden, die Auszählung erfolgt dann ab 17 Uhr.