"Ja" der SPD beschert breites Bündnis für Bomheuer
24.11.2009 | 11:18 Uhr 2009-11-24T11:18:00+0100
Essen. Die Wahl des 57-jährigen Andreas Bomheuer zum Dezernenten für Kultur und Integration erfolgt am Mittwoch im Stadtrat. Auch die Genossen votierten eindeutig für den ehemaligen Sozial- und Kulturdezernent in Hattingen - und preschten damit aus ihrer Schmollecke hervor.
Nein, kein gemeinsames Foto mit dem Kandidaten – da zeigte sich Oberbürgermeister Reinhard Paß gestern förmlicher als sonst: Bloß nicht den Eindruck vermitteln, der OB wolle sich bei dieser Vorstellung des ausgeguckten neuen Kulturdezernenten schon dadurch hinter Andreas Bomheuer stellen, indem er sich einfach neben ihn stellt.
Gepasst hätte es gleichwohl: Das Votum der Genossen, es fiel am Abend, um kurz vor sieben, und es fiel für den eigentlich altbekannten Bewerber aus: Bomheuer sei „ein kompetentrer Mann, der sicher alle Voraussetzungen mitbringt, dieses Dezernat zu leiten”, so begründete SPD-Fraktionschef Thomas Fresen das „Ja” der Sozialdemokraten – und drängte damit das einstimmige Votum der CDU für den 57-Jährigen fast in den Hintergrund. Als sicher galt die Wahl so oder so, denn die Christdemokraten hatten mit Grünen, FDP, Bürger Bündnis und Linken längst eine Mehrheit organisiert.
Sozialdemokraten gelingt Befreiungsschlag
Mit ihrem Votum für Andreas Bomheuer als neuen Kulturdezernenten gelingt den Sozialdemokraten nach Ansicht von Beoachtern fast so etwas wie ein Befreiungsschlag – und der Sprung aus der Schmollecke. Ein „Nein” zu Bomheuer habe ohnehin nicht zur Debatte gestanden, hieß es hinter vorgehaltener Hand, man wollte den Start ins Kulturhauptstadt-Jahr 2010 schließlich nicht durch ein negatives Votum für den neuen Kulturdezernenten belasten.
Doch eine Enthaltung bei einer ohnehin als sicher geltenden Wahl, so die taktische Überlegung, hätte den Genossen die Rolle der „beleidigten Leberwurst” nicht genommen. Auch deshalb verkniff sich die die SPD gestern weiteres Klagen über das nach ihrer Ansicht unakzeptable Auswahlverfahren des städtischen Kulturchefs hinterm sozialdemokratischen Rücken.
"Kooperation statt Konfrontation"
Dies, zumal Bomheuer nach Ansicht von SPD- Fraktionsvize Janine Laupenmühlen „eine gute Präsentation abgeliefert” hatte. Bomheuer sei ja „auch kein Unbekannter”, fügte Thomas Fresen hinzu und machte deutlich, dass die Sozialdemokraten auch auf einigen anderen Feldern in der Ratspolitik „Kooperation statt Konfrontation” suchen – bei der Größe der Ratsausschüsse etwa oder der Fraktionsfinanzierung.
Noch nicht geklärt ist der Zuschnitt des Dezernats, das Bomheuer mit der Wahl am Mittwoch im Rat angetragen werden soll: Neben der Kultur, so scheint festzustehen, soll auch das Thema Integration in seinen Fachbereich fallen. Wenn Stadtdirektor Christian Hülsmann im Herbst kommenden Jahres aus dem Amt scheidet, könnte auch noch der Sport hinzukommen.
Warum er nach gerade mal eineinhalb Jahren als Sozial- und Kulturdezernent in Hattingen seinen dortigen Posten aufgebe, so war Bomheuer in seiner Vorstellung gefragt worden, und die Antwort gefiel vielen: Er hätte das für keine andere Stadt getan.
07:49
Wat is denn mit Euch verkehrt????
15:18
ebend.
Aber viel cooler:
Ich bin bei der Verleihung dabei. Yepp!
13:28
Wie muss man überhaupt hier etwas berichten, wenn es doch www.einslivekrone.de gibt, wo mehr und aktuellere Infos sind?!
Was hat die WAZ-Mediengruppe überhaupt mit dem WDR am Hut?
08:21
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