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Essen kontrovers

Ist das Kunst, oder kann das weg?

11.12.2011 | 14:57 Uhr
Ist das Kunst, oder kann das weg?
Foto: Kerstin Kokoska

Essen.Die Diskussionsreihe „Essen kontrovers“ widmet sich am 13. Dezember in der Volkshochschule der Kunst im öffentlichen Raum – und nicht zuletzt auch denen, die damit hadern.

Für Pablo Picasso war Kunst „eine Art Aufruhr“, und mit diesem Zitat landet man in Essen eigentlich schon mitten im Thema. Denn was hier als Kunst die öffentlichen Straßen, Wege und Plätze erobert, sorgt seit Jahr und Tag für Knatsch unter den Beteiligten: Das Bergbau-Denkmal „Steile Lagerung“ an der Freiheit? „Real existierender DDR-Kitsch!“ Serge Spitzers Stahl-Spirale am Kennedyplatz?

"Ein überdimensioniertes Elefantenklo"

„Ein überdimensioniertes Elefantenklo!“ Und das Hengsbach-Denkmal am Domplatz ? „Eine debil dreinschauende Karnevalsfigur!“ – Scheinbar unversöhnlich stehen sich Befürworter und Kritiker vieler Kunstwerke im öffentlichen Raum gegenüber. Während dessen klagt die eigens zur Beurteilung gegründete Jury darüber, dass ihrem Urteilsvermögen zu wenig Vertrauen geschenkt wird. Überziehen die Kritiker? Und wie könnte man in einer Stadt die einen mit den anderen versöhnen?

Um diese und andere Fragen dreht sich die nächste Runde von „Essen kontrovers“, der Diskussionsreihe von NRZ und Volkshochschule, die am Dienstag, 13. Dezember, ab 19 Uhr in der Lernbar der VHS am Burgplatz über die Bühne geht. Untereinander und mit dem Publikum diskutieren: Bildhauerin Silke Rehberg aus Sendenhorst, jene Künstlerin, die die umstrittene Hengsbach-Skulptur schuf, der ehemalige Allbau-Chef und Vorsitzende der Jury für Kunst im öffentlichen Raum, Dietrich Goldmann, FDP-Fraktionschef Hans-Peter Schöneweiß, der Furore mit dem Plan machte, die Spitzer-Spirale zum Berliner Platz zu verlegen, und Lisa Lambrecht-Wagenitz als Vertreterin des Bürgervereins „Kunst am Moltkeplatz“, der die Kunstwerke vor Ort betreut und in einem regelmäßigen Dialog deren Akzeptanz fördert.

Eintritt ist frei

Die Moderation des Abends übernimmt Bernd Drescher, der Eintritt ist wie immer frei. Vor der Diskussion bietet sich Interessierten die Möglichkeit, sich bei einem Ortstermin mit allen Podiumsteilnehmern ein aktuelles Urteil über das Hengsbach-Denkmal zu bilden. Treffpunkt ist um 18.45 Uhr auf dem Domplatz.

Denkmal für Franz Hengsbach

NRZ-Stadtredaktion Essen

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