Institutsleiter im Essener Schloß Borbeck erstreitet höheres Gehalt
07.02.2012 | 19:05 Uhr 2012-02-07T19:05:00+0100
Essen. Auf die Klage folgt nun der Vergleich: Bernd Mengede, Institutsleiter im Schloß Borbeck, bekommt mehr Gehalt, rückwirkend zum 1. Januar 2011. Gleichzeitig leidet auch sein Institut unter dem städtischen Sparzwang. Und dass er nun teurer geworden ist, steigert nicht unbedingt seine Karrierechancen.
Bernd Mengede, Institutsleiter des Kulturzentrums Schloß Borbeck , hat die Stadt Essen vor dem hiesigen Arbeitsgericht verklagt und so ein höheres Gehalt für sich erstritten – und zwar rückwirkend zum 1. Januar 2011. Genauer: In dem sogenannten „Eingruppierungsstreit“ hat er einen Vergleich mit der Stadt erreichen können.
Wie Personaldezernent Christian Kromberg der NRZ bestätigte, hat sich die Stadt mit Bernd Mengede darauf verständigt, seine Besoldungsgruppe von A13 auf A14 heraufzustufen. Um wie viele Euro sich das Gehalt Mengedes damit genau erhöht, wird nicht verraten. Die Spanne in der Besoldungsgruppe für Beamte in Nordrhein-Westfalen reicht von 3.236,90 bis 4.682,91 Euro monatlich (Stand März 2010). Mengede selbst will sich zu seiner Klage gegen die Stadt nicht äußern.
Stadt sieht Klage als "nichts Ungewoöhnliches"
Dem Vergleich hatte Kromberg bereits im November des vergangenen Jahres noch in seiner Funktion als Rechtsamtsleiter unterschrieben. Er, wie auch Kai Uwe Gaida, Vorsitzender des Personalrats der Stadtverwaltung, stufen die Klage als „nichts Ungewöhnliches“ ein. Die Rechtslage bei den Besoldungsgruppen von Institutsleitern sei unsicher. Seit dem Jahr 2005 streiten die Tarifpartner im öffentlichen Dienst über eine verbindliche Entgeltverordnung, bislang ohne Erfolg.
Für Mengede jedoch könnte sich der Vergleich als Pyrrhussieg erweisen. Denn auch sein Institut leidet erheblich unter dem notorischen klammen Kulturetat der Stadt . So werden etwa dringend benötigte Stellen nicht nachbesetzt. Mengede galt zudem als Favorit für den seit Juni 2011 vakanten Chefposten im Kulturbüro. Kulturdezernent Andreas Bomheuer, der das Büro gerne neu ausrichten würde, fehlen aber die finanziellen Ressourcen. Das Bernd Mengede jetzt teuerer geworden ist, steigert nicht unbedingt seinen Marktwert.
12:29
Zuerst muss man anerkennen, dass Herr Megende eine ziemlich gute Arbeit leistet und ein anspruchvolles Pogromm auf die Beine stellen kann.
Dazu gehört sicherlich dann auch eine anständige Bezahlung.
Verglichen mit den Diäten eines Landtagsabgeordneten ist die Bezahlung eher schlecht, aber dass ist ein anderes Thema.
Wenn er erstmal im kulturell sicherlich nicht verwöhnten Nordwesten bliebe, hätte das sicherlich seinen Charme.
Und was Herrn Bomheuer alles fehlt außer finanziellen Recourcen ist sicherlich noch eine andere Geschichte.