Info-Wirrwarr bei Kurzstrecken – Evag bessert bei Preisangaben nach

Beim Ticketkauf lauern Tücken, im Netz informiert die Evag nur lückenhaft über Fahrpreise für Kurzstrecken. Nun wird nachgebessert.
Beim Ticketkauf lauern Tücken, im Netz informiert die Evag nur lückenhaft über Fahrpreise für Kurzstrecken. Nun wird nachgebessert.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Essener Verkehrs-AG reagiert auf das Info-Wirrwarr bei Kurzstrecken. Auf der Internet-Seite findet sich nun ein Hinweis für Fahrgäste. Die Evag-App wird überarbeitet.

Essen.. Die Essener Verkehrs-AG (Evag) hat auf die fehlerhafte Fahrpreisauskunft im Internet reagiert. In der digitalen Auskunft unter der Adresse www.evag.de findet sich nun ein „Hinweis zur Kurzstrecke“ mit folgendem Wortlaut: „Sehr geehrter Fahrgast, bitte beachten Sie, ob Sie für diese Fahrtverbindung den Kurzstreckentarif nutzen können. Bitte entnehmen Sie das dem Tarifaushang an ihrer Einstiegshaltestelle.“

Der Dienstleister, der im Auftrag des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr die Software für die Fahrplanauskunft erstellt, sei aufgefordert worden schnellstmöglich nachzubessern. In wenigen Tagen soll in der Fahrplanauskunft ein „Sternchentext“ mit Erläuterungen zur Kurzstrecke zu sehen sein, teilte die Evag gestern mit.

Auch auf der Evag-App für Smartphones soll ein solches Sternchen auf Kurzstrecken hinweisen. Die App muss dafür neu hochgeladen werden. Die modifizierte Anwendung liege in zwei bis drei Wochen vor.

Unterschiedliche Tarife im Verkehrsverbund

NF 2 Wie berichtet, werden Kurzstrecken bei der Ticketauskunft nicht ausreichend berücksichtigt, so dass Fahrgäste aufs falsche Gleis geführt werden. Statt dem Preis für eine Kurzstrecke in Höhe von 1,60 Euro gibt die elektronische Auskunft die Preisstufe A 3 – also einen Preis von 2,60 Euro. Allein der VRR behilft sich mit einem „Sternchen“ und einem Hinweis im Kleingedruckten. Als Begründung halten die unterschiedlichen Tarife innerhalb des Verkehrsverbundes her.

Nach Angaben eines Sprechers arbeitet der VRR derzeit an einem Update der Software, die auch von den angeschlossenen Verkehrsbetrieben genutzt wird. Nun, da der öffentliche Druck wächst, geht offenbar alles ganz schnell. Kritik war zuvor auch seitens der Politik laut geworden. „Insbesondere für Fahrten im Essener Stadtgebiet muss eine Programmierung möglich sein, die zumindest einen erkennbaren Hinweis aufzeigt, wie viele Haltestellen eine Streckenanfrage umfasst und dass es bei drei Haltestellen einen günstigeren Tarif gibt“, so die FDP.

Aus Kulanzgründen hat die Evag Fahrgästen, die zuviel gezahlt haben, als Entschädigung ein Ticket für eine Kurzstrecke angeboten. Angenommen wurde dieses Angebot nach Angaben eines Sprechers bisher nicht.