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Geburtenrate

In Essen werden so wenig Babys geboren wie nie zuvor

16.08.2012 | 16:33 Uhr
In Essen werden so wenig Babys geboren wie nie zuvor
Die Geburtenrate in Essen ist auf einem historischen Tiefpunkt.

Essen.   Historischer Tiefstand: 2011 kamen in Essen 4603 Kinder zur Welt. So wenige waren es noch nie. Im NRW-Vergleich liegt Essen mit der aktuellen Geburtenrate auf einem der letzten Plätze. Schlusslicht in der Statistik ist jedoch eine Nachbarstadt.

Die Zahl der Geburten ist in Essen im Jahr 2011 erneut gesunken und lag mit 4603 Geburten so niedrig wie noch nie. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Statistik des Statistischen Landesamtes IT-NRW hervor. Die Geburtenrate war in Essen demnach noch einmal um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Im Vergleich zu Oberhausen oder Remscheid (jeweils minus 10,5 Prozent) steht Essen - auf allerdings niedrigem Niveau - noch relativ gut da. Statistisch hatte jede Essenerin zwischen 15 und 49 Jahren 1,29 Kinder. Unter den Kreisen und kreisfreien Städten in NRW belegt die Stadt damit Platz 45 von 53. Schlusslicht ist übrigens die Nachbarstadt Bochum mit nur 1,16 Kindern pro Frau im gebärfähigem Alter.

Die höchste Geburtenrate hatte Essen im Jahr 1962, als 11 155 Kinder auf die Welt kamen. Seit Ende der 1960er Jahre ist es dann kontinuierlich bergab gegangen bis zum jetzt erreichten Tiefpunkt, der aller Voraussicht nach aber in den kommenden Jahren weiter unterboten werden wird.


Kommentare
16.08.2012
22:26
In Essen werden so wenig Babys geboren wie nie zuvor
von 1980yann | #4

@Ruhrius
Also wir haben da wohl unterschiedliche Vorstellung vom Begriff (streng) monoton fallend/steigend und wieso eine Zickzack-Kurve für einen konstanteren Trend sprechen soll, muss man nicht verstehen ... Tatsache ist, dass die Geburtenzahlen pro Frau in K, D, E, DO nahezu identisch sind.

Problematisch finde ich an dem Zahlenwerk aber, dass diese Erhebung jede unschwangere 15-jährige als demographische Katastrophe wertet.

16.08.2012
22:02
In Essen werden so wenig Babys geboren wie nie zuvor
von amo17 | #3

@1980yann | #2

Vielen Dank für den Link.
Aber manche - siehe@1 - prophezeihen immer den Untergang des Ruhrgebietes.

Entscheiden für eine Stadt ist die Anzahl der Kinder und Familien, nicht die Anzahl der Geburten in den Krankenhäuser oder die Erwachsenen Kinder, die sonst wo leben.

16.08.2012
20:02
In Essen werden so wenig Babys geboren wie nie zuvor
von 1980yann | #2

@1
Sorry, aber wenn man mal Essen mit den fast gleich großen Städten Düsseldorf und Dortmund vergleicht und mit der größten Stadt des Landes Köln vergleicht, kann wohl von einem Abhängen des Ruhrgebiets kaum die Rede sein! Die Geburtenziffern liegen alle bei 1,28 bis 1,30, also sehr dicht aneinander.

1 Antwort
In Essen werden so wenig Babys geboren wie nie zuvor
von Ruhrius | #2-1

Absolutzahlen Lebendgeborene 2007 - 2011:

Essen, Stadt 4 828 4 751 4 619 4 632 4 603 streng monoton abnehmend
Dortmund, Stadt 4 857 4 993 4 782 4 906 4 669 ähnliches Niveau aber konstanterer Trend
Düsseldorf, Stadt 5 585 5 802 5 655 5 933 5 736 wesentlich höheres Niveau, dazu konstanterer Trend

(Köln, Stadt 9 860 9 985 9 854 10 361 10 192 nahezu monoton steigender Trend)

Zusammen mit den Sterbezahlen und den Zu-/Fortzügen ergeben sich die bekannten Bevölkerungsentwicklungen: Essen und weitgehend Ruhrgebiet ständig abnehmend.

16.08.2012
18:32
In Essen werden so wenig Babys geboren wie nie zuvor
von Ruhrius | #1

Mal abgesehen davon, dass die amtliche Statistik von IT NRW ein bischen willkürlich interpretiert ist, wird Essen und der Großteil des Ruhrgebiets weiter von der Zukunft abgehängt.
Anteil daran haben viele: die unfähige Politik incl. der beratenden Institutionen, die den Erhalt der Bevölkerung nicht als angestrebtes Ziel verfolgt und nicht die Rahmenbedingungen für Kinder und Familien richtig setzt, die Wirtschaft in der Familienmenschen systematisch benachteiligt werden, die Medien die uns ausschließlich mit permantem Konsumramsch betäuben, und natürlich das Volk selber, das lieber das ganze Einkommen für dumpfen Konsum an Angabeautos, teure Reisen u.a. verpulvert statt mal beizeiten den/seinen Nachwuchs für später zu zeugen.

Armes dahinsiechendes Essen...

Hier übrigens noch das Original: http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2012/pdf/187_12.pdf

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