In Essen leben noch 3169 Schweine

20. Februar 1965..  Ob Ziegen, Schweine oder Schafe - auf den Wiesen und Äckern der Stadt tummeln sich die Nutztiere. Das ergab eine von Amts wegen durchgeführte Viehzählung. Demnach ist das Vieh nicht nur auf den 14 Bauernhöfen, die im Stadtgebiet liegen, zuhause. Auch viele Bergleute mästen in ihren Nutzgärten Schweine oder halten Federvieh. Das führt die Statistik unangefochten an: 86315 Hühner gibt es in der Stadt. In den Ställen und Gärten werden 3169 Schweine gemästet. Auch das Rindvieh ist in der Stadt relativ stark vertreten: Insgesamt 2724 Kühe, Bullen und Kälber werden gezählt. Auf den Ruhrwiesen, an den Bahndämmen sowie am Kanal grasen noch 394 Schafe. 309 Ackerrösser und edle Reitpferde wurden gezählt, während in ganz Essen nur noch 30 Ziegen meckern.

Übrigens: Vor 50 Jahren wurde ein Viertel der Gesamtfläche von Essen noch von Bauern bewirtschaftet. Die Bauernschaften waren nur noch überwiegend im Süden der Stadt zu finden, während die alteingesessenen Bauernhöfe im Osten der Stadt (Kray-Leithe, Horst oder Freisenbruch) Neubausiedlungen weichen mussten.