In der Freak Show wird es rau, rockig und ungeschliffen

Foto: Veranstalter
Was wir bereits wissen
Ab ins Wochenende in Kray: Die „Los Pepes” bieten am Samstag „Explosive Garage”, und auf der Studio-Bühne gibt’s letztmals „Der Theatermacher“.

Essen-Kray.. „Explosive Garage” – diesen Ausdruck findet man bei der Selbstbeschreibung der Band „Los Pepes”. Doch muss niemand fürchten, dass ihm brennende Autoteile um die Ohren fliegen, wenn er am Samstag die Freak Show in Essen betritt. Denn die lauschige Rock’n’Roll-Bar am Grendplatz 2a hat keineswegs Vehikelhasser eingeladen, die Unterstellmöglichkeiten in die Luft jagen wollen. Vielmehr ist mit „Garage” eine Musikrichtung gemeint, die rau, rockig und ungeschliffen daher kommt.

Eben wie bei Bands, die in den USA und England, wo diese Combo herkommt, in Garagen entstehen – denn Proberäume sind da wie hier knapp. Hierzulande würde man wohl „Kellerband” sagen, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die Musiker im Keller proben. In den USA wie in England ist die Unterkellerung eines Hauses jedoch eher ungewöhnlich, dafür hat fast jeder eine Garage. Wieder was gelernt, wie der alte Markus Kavka sagen würde . . .

Und mit „Explosive” will die Band „Los Pepes” dann in diesem Zusammenhang eben mitteilen, dass sie knallen. Rockig, punkig, erdig, direkt ins Ohr! Bumm! Ohrenstöpsel nicht vergessen, wenn man also abends ab 20 Uhr auf der Matte steht und dem netten Menschen an der Abendkasse 6 Euro in die Hand drückt.

Für den Preis bekommt man übrigens sogar noch eine Aftershow-Party mit DJ Andy RealKid und Lady Mambo quasi obendrauf gelegt, bei der Punk Rock, Power Pop, Northern Soul und eben auch Garage Punk läuft. Und was letzteres heißt, wissen wir ja jetzt.

„Tunin’ The Blues” in der Grend Bar

Und wo wir gerade dabei sind: Blues hat nichts damit zu tun, dass die Musiker gerne blau sind. „Blue” als Gemütszustand meint im Englischen nämlich nicht angetrunken, sondern traurig. Somit soll Blues-Musik stets etwas Melancholisches an sich haben. Ob dies der Wahrheit entspricht, kann man bereits am Freitagabend in der Grend Bar (Westfalenstr. 311) in Erfahrung bringen: Denn dort schalten die Jungs von „Tunin’ The Blues” ihren Blues ein, live und in Farbe. Seit ihrem Bestehen 1988 begeisterte die Formation sowohl in Blues- und Jazz-Clubs als auch auf Festivals, Galas oder bei Open-Air-Auftritten. Beginn für die Ruhrpott-Blues-Band ist 20 Uhr (Eintritt frei).

„Der Theatermacher” auf der Studio Bühne

Und was „Der Theatermacher” macht, das muss man wohl nicht übersetzten: Theater eben. Mit Thomas Bernhards selbstironischer Abrechnung über die Kulturlosigkeit der Provinz feiert die Studio-Bühne seit Wochen ihr 25-Jähriges. Am Samstag (20 Uhr) und Sonntag (18 Uhr) ist das Stück zum letzten Mal in dieser Spielzeit zu sehen. Karten (14/12 Euro) kann man bestellen ( 0201 55 46 01).

„Freunde der italienischen Oper” im Theater Freudenhaus im Grend

Immer wieder ansehen kann man sich „Freunde der italienischen Oper”: Seit 1997 läuft die Mutter aller Ruhrgebietskomödien im Theater Freudenhaus im Grend und ist immer wieder ausverkauft – auch am Sonntag. Wer das Kultstück rund um die Familie Kopleck noch nicht kennt: Für Freitag und Samstag gibt’s noch Karten (20 Uhr, 19 Euro, Telefon: 0201 85 132 30).