Immer neuer Ärger mit der Telekom in Essen
21.02.2011 | 10:00 Uhr 2011-02-21T10:00:00+0100
Essen. Drücker-Kolonnen an der Haustür, keine Informationen, tote Leitungen: Essener Bürger berichten von neuen Ärgernissen mit der Telekom. Claudia Löbbert aus Burgaltendorf ist seit knapp zwei Wochen ohne Internet und Telefon.
Drücker-Kolonnen an der Haustür, keine Informationen, tote Leitungen: Essener Bürger berichten von neuen Ärgernissen mit der Telekom. Claudia Löbbert aus Burgaltendorf ist seit knapp zwei Wochen ohne Internet und Telefon.
Bei einem Bürger aus Heisingen (Name der Redaktion bekannt) klingelte es neulich an der Tür – fremde Männer gaben sich als Mitarbeiter der Telekom aus, wollten eine „Kapazitäts-Freischaltung testen“, erklärten sie – und baten um seine Kundendaten. Was der Heisinger Bürger dann bei Nachbarn beobachtet hat: Auch dort probierten es die angeblichen Telekom-Männer mit derselben Masche – um den Anwohnern Verträge für hochauflösendes Fernsehen zu verkaufen.
Bei Ärger mit Telekommunikationsunternehmen empfiehlt sich zunächst ein Anruf bei der Essener Verbraucherzentrale. Die Telefon-Sprechzeiten ( 225320): Montags: 11 bis 13 und 14 bis 16 Uhr. Mittwoch: 11 bis 13 und 14 bis 16 Uhr. Donnerstag 14 bis 18 Uhr, Freitag 9 bis 11 Uhr. Mehr Infos auch im Internet unter www.vz-nrw.de. Die Essener Verbraucherzentrale sitzt an der Hollestraße.
Trittbrett-Fahrer
Telekom-Sprecher George-Stephen McKinney schließt aus, dass es Mitarbeiter von oder im Auftrag der Telekom waren. „Wir kennen unser Netz und führen keine Kapazitätsprüfungen durch. So läuft das nicht.“ Vermutlich seien das Trittbrett-Fahrer. Kunden könnten sich den Namen des Mitarbeiters geben lassen und unter einer kostenfreien Rufnummer (0800-8266347) nachfragen, ob der Mitarbeiter für die Telekom im Einsatz sei. Auch die Verbraucherzentrale NRW kennt ähnliche Fälle bisher nur vom Unternehmen „Unity Media“, sagt Thomas Bradler von der Verbraucherzentrale. Sollte die Telekom so vergehen, sei das „eine Form des unlauteren Wettbewerbs“. Haustür-Geschäfte könne man im Falle des Abschlusses widerrufen.
Doch der Bürger aus Heisingen hatte sich auch schon aus anderen Gründen über die Telekom geärgert. Zuvor hatte er ein permanentes Knistern in der Leitung, dann waren plötzlich Gespräche tot, berichtet er. Er rief die Störungs-Hotline an, bestellte einen Elektriker, der den Fehler im Telekom-Netz lokalisierte. Der Heisinger schrieb der Telekom mit der Bitte, die Kosten für den Monteur zu übernehmen. „Als Antwort habe ich einen typischen Monopolisten-Brief bekommen. Gezahlt werden sollte nichts.“ Er hakte weiter nach. Letztlich beglich die Telekom die Kosten.
Erfolg durch Nachhaken
Dass man nur durch Nachhaken zum Erfolg kommt, ist auch der Eindruck von Ralf Köpke aus Heidhausen. Er wohnte in einem der rund 500 Haushalte, in denen im Januar das Telefon- und Internet-Netz ausfiel. Anwohner Köpke hat Verständnis, „wenn durch Schmelzwasser in Kabelschächten die Leitungen lahmgelegt werden.“ Kein Verständnis hat er für die Informationspolitik. „Wir wussten nie, wann die Telekom den Schaden beheben kann“, sagt Köpke. Verärgert schrieb er einen Brief, adressiert an keinen geringeren als den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom, René Obermann. Tatsächlich gab es eine Reaktion vom „Serviceteam-Vorstandsbüro“. „Die Frau am Telefon hat sich entschuldigt. Etwas mehr als 40 Euro haben wir erstattet bekommen“. Da er in dem Zeitraum sein Handy für Gespräch nutzen musste, seien die tatsächlichen Kosten viel höher.
Telekom-Sprecher McKinney: „Das war höhere Gewalt.“ Kulanz-Erstattungen werde es für die betroffenen Haushalte daher nicht geben. Oder anders ausgedrückt: Nur wer sich hartnäckig beschwert, wird gehört. Auch Claudia Löbbert aus Burgaltendorf ist erzürnt. Seit knapp zwei Wochen hat sie kein Internet und kein Telefon. Als Kundin bei Vodafone fragt sie sich: „Ist es normal, dass die Telekom bei Leitungsstörungen die ganze Sache aussitzt, weil wir nicht direkte Telekom-Kunden sind?“
"Bodenlose Frechheit"
Die Telekom sei nur zuständig, wenn der Fehler in der „letzten Meile“ liege, meist gewöhnlichen Kupferleitungen, die Wettbewerber wie Vodafone bei der Telekom mieten, sagt Telekom-Sprecher George-Stephen McKinney. Die Störung ist nach Schätzungen von Claudia Löbbert durch Kabel-Arbeiten entstanden, die Telekom-Mitarbeiter durchgeführt hatten – nur wenige Meter von ihrer Haustür entfernt. „Betroffen sind wahrscheinlich nur wir und unsere Nachbarin. Trotzdem ist das eine bodenlose Frechheit“, sagt Claudia Löbbert. An eine schnelle Lösung glaubt sie nicht mehr.
Und dann war da noch ein Hausbesitzer in Rüttenscheid, in dessen Vorgarten die Telekom ein tiefes Loch buddelte: Ein Mieter hatte einen neuen Anschluss beantragt. Die Telekom handelte rechtens – der Besitzer musste nicht benachrichtigt werden, denn der Telekom lag noch eine jahrealte Zustimmung des Vorbesitzers vor.
19:26
Vier verschiedene Mitarbeiter der Telekom (davon zwei in einem persönlichen Gespräch) haben es nicht geschafft einen Vertragswechsel hinzubekommen.
Nach je 16 Min. in der telefonischen Warteschleife wurde die Verbindung abgebrochen.
Dieses war an zwei Tagen je vier mal.
Am dritten Tag habe ich den noch nicht bestehende Vertrag persönlich stoniert.
GOTT SEI GEDANKT !!!
21:11
Ich kann der Telekom ebenfalls einen Top-Service bescheinigen. Entertain ist absolute Spitze..!!
18:24
Ich mache 3 Kreuze, daß ich keinen Vertrag mehr mit der Telecom habe...
10:00
@michael123456: dass die Telekom der einzige Laden ist, wo es läuft, kann ich in zig Schreiben widerlegen. Und wenn es bei den anderen Anbietern nicht so läuft, liegt es u.a. auch an der Telekom, denn die anderen beziehen ihre Leitungen durch die Telekom. Ergo: Wenn du Brötchen bei Meier kaufst, die aber durch Müller hergestellt wurden, kann auch Müller was dafür. So einfach ist das.
09:50
Die Telekom ist der einzige Laden , wo es läuft. Alle anderen sind Schrott. Ob beim telefonieren, Internet oder t-Home , überall das Gleiche. Das ist so ne typische Blondiefrage: Ich kaufe Brötchen bei Meier aber ist da nicht Müller dran Schuld, wenn sie zu hart sind.
22:48
Ich könnte einen ganzen Roman über die Telekom schreiben. Trotz allem bin ich da seit über 30 Jahren Kundin. Warum? Wenn es einmal läuft, dann läuft es im Normalfall. Hatte auch schon großen Ärger mit denen, letztes Jahr habe ich 3 Monate einen Rekord bei Hotline-Anrufen erreicht. Bis mir dann der Kragen geplatz ist und ich mich an den Vorstand gewendet habe.
Das Problem bei der Hotline ist eben, dass es Subunternehmen sind, die sich damit beschäftigen. Da weiß oft die rechte Hand nicht was die linke macht. Habe zu ein und dem gleichen Problem 10 verschiedene Aussagen bekommen. Die Leute sind oft schlecht geschult oder haben keine Lust. Sie sitzen in Düsseldorf, Hamburg, München, Regensburg, Dresden usw.
Aber andere Telefongesellschaften sind auch nicht besser. Es arbeiten eben überall Menschen und keine Maschinen. Zum Glück! Und das bezieht sich auf viele Bereiche.
17:19
Auch wenn die Telekom die dubiosen Klinkenputzer nicht beauftragt hat, profitieren tun sie trotzdem.
16:56
Seit DREIZEHN Monaten ärgere ich mich mit dem Anbieter Versatel rum.
Zu häufig abstürzenden Internetverbindungen gesellt sich immer mal halbierte DSL Geschwindigkeiten.
Trotz Störungsmeldungen wird die Sache von den Mitarbeitern cool ausgesessen.
Ich sehne mich nach der Telekom !!!
16:50
Was soll das Gezeter der WAZ über die Telekom?
Wo sind die Negativberichte über die anderen Anbieter? Ich bin zur Telekom gegangen, weil ich pausenlos Ärger mit 1&1 hatte.
Tagelange Netzausfälle, kein Internet und Telefon. E-Mail-Server war tagelang ausgefallen ohne jegliche Kundeninformation, keine E-Mailadresse für Kundenservice, inkompetente Mitarbeiter bei der kostenpflichtigen Hotline usw.usw.
Eine Reaktion erfolgte erst als ich gekündigt hatte, dann aber täglich. Man könnte es auch als Telefonterror bezeichnen. Sie riefen täglich an, um mich von der Kündigung abzubringen oder mir etwas zu verkaufen.
15:32
Ich bin kein Telekom Mitarbeiter, sondern Kunde von Unitymedia. Dort bin ich sehr zufrieden. Weder Ausfälle noch sonstwas und der Anschluss wurde innerhalb von 2 Tagen bereit gestellt.
Wer sich allerdings für einen Anbieter entscheidet, der nicht Telekom oder Unitymedia heißt, entscheidet sich für schlechten Service oder schlechte Leitungen. Ganz klar!!
Wer z.B bei Alice ist, wird im Störungsfall immer das letzte Glied in der Kette sein. Die Telekom wird sich immer zuerst um ihre eigenen Kunden kümmern.Logischerweise.
unitymedia ist die einzige Alternative, weil dort Telefon und Internet über das Kabelnetz eingespeist werden.