Imberg trotz Kritik neuer Leiter der VHS

Der Rat der Stadt hat in seiner Sitzung am Mittwoch Michael Imberg zum neuen Leiter der Volkshochschule bestellt. Michael Imberg war seit 2007 Referent für Kultur und Sonderprojekte im Büro von Oberbürgermeister Reinhard Paß. Genau dieser Umstand hatte im Vorfeld zu massiver Kritik seitens der Grünen, Linken und der Partei-Piraten geführt, von „Vetternwirtschaft“ war die Rede, vom „Rückfall in alte SPD-Zeiten“ und „Postengeschacher“. Die VHS Essen als eine der größten Volkshochschulen in NRW sollte über eine Leitung mit wissenschaftlichem Studium und Erfahrung in der Erwachsenenbildung verfügen, hatten Grüne und Linke betont. So durfte sich Imberg letztendlich über das Abstimmungsergebnis auch nicht wundern: Statt sich wie sonst üblich zu enthalten, stimmten abseits der SPD-CDU-Koalition nahezu alle anderen Parteien mit Nein. Imberg, mit 54 Stimmen (25 Gegenstimmen, zwei Enthaltungen) gewählt, sorgte im Stadtrat für einen weiteren Disput, da er anfangs, wie in solchen Fällen üblich, zur Abstimmung den Saal nicht verlassen wollte. Seitens der Verwaltung wurden dagegen seine unterschiedlichen Funktionen in den Bereichen Kultur, Bildung und Freizeit betont. In den Jahren 1993 bis 2007 war er beispielsweise Dezernatsbeauftragter für das damalige Kulturdezernat.

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