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Im Norden raus aus den Schützengräben

20.06.2007 | 08:49 Uhr

ESSEN KONTROVERS. Meckern muss sein, ja, aber auch Mut machen: Der Norden hat Zukunft, davon waren in der Diskussionsrunde alle überzeugt.

So nah sind sie sich sonst selten - Kommunisten und Christdemokraten, Planer und Wirtschaftsförderer, Politiker und Bürgerinitiativler. So nah in der Debatte und so nah bei den Inhalten, denn es gibt nicht viele Felder, auf denen sich alle Beteiligten so um die Sache bemühen wie im Spannungsfeld zwischen Marina und Müllverbrennung, Schrott- und Schloss-Lagen.

"Wohin steuert der Essener Norden?" hatten VHS und NRZ in der Reihe "Essen kontrovers" gefragt und erstmal reichlich Klagen gehört: über Planer, die zu wenig Weitsicht beim (Schwerlast-)Verkehr zeigen, über Firmenbosse, die Versprechen nicht einhalten, und Gewerbebetriebe, die nicht so pflegeleicht daherkommen, wie man sich das vorgestellt hatte. Oder waren die Bürger früher pflegeleichter?

"Wieder mal ist keiner schuld", sagte einer der knapp 70 Zuhörer und ging vorzeitig. Schade, denn am Ende kriegten sie alle die Kurve, kamen aus den Schützengräben, versprachen sich gegenseitig, ein Auge auf den Norden zu haben, mehr als bisher: "Versetzen Sie sich 20, 25 Jahre zurück", hatte Bernd Schmidt-Knop von Grün & Gruga aufmunternd gesagt, "und vergleichen sie das mit heute. Und dann denken Sie das ganze nochmal 25 Jahre nach vorn." Keine schlechte Aussicht, eigentlich. (woki)

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