„Ich bin ganz guter Dinge“

Frau Kordfelder, welche Bilanz ziehen Sie nach den vier Regionalkonferenzen?

Ich bin wirklich froh, dass die Partei diesen basisdemokratischen Weg gegangen ist. Es gab auf den Konferenzen von mal zu mal mehr Teilnehmer und die Diskussionen wurden lebendiger.

Es heißt, Sie hätten wenig über Essener Themen gesagt. Kamen Sie gegen den Amtsbonus von Reinhard Paß nicht an?

Als ich 2004 in Rheine Bürgermeisterin wurde, hatte mein Vorgänger auch einen Amtsbonus. Nein, darin sehe ich keinen Nachteil für mich, es entscheidet der Eindruck der jeweiligen Persönlichkeit. In den Regionalkonferenzen sind wir ohnehin mehr und mehr davon abgekommen, über Kleinigkeiten zu reden oder unsere Personen in den Vordergrund zu stellen. Es ging auf einer Meta-Ebene um die Zukunft der Stadt und wie wir sie gemeinsam mit dem Bürger gestalten. Das fand ich sehr sinnvoll, und solche Veranstaltungen sollten wir deshalb zur Regel machen.

Ging es fair zu?

Zwischen Herrn Paß und mir auf jeden Fall. Wir sind Kollegen, und gehen respektvoll miteinander um. Natürlich wurde es auf den Veranstaltungen auch mal emotional, wenn es kritische Fragen in Richtung der Kandidaten gab.

Wie bewerten Sie nun Ihre Chancen?

Ich bin ganz guter Dinge und durchaus positiv gestimmt, was den Mitgliederentscheid betrifft. Ich appelliere an alle Mitglieder, nun auch vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. Eine hohe Wahlbeteiligung wäre ein gutes Signal, unabhängig vom Ausgang.