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Hotel Hasselkuß wird abgerissen

07.02.2013 | 00:20 Uhr
Hotel Hasselkuß wird abgerissen

Heisingen. Die Zeit des Hotel Hasselkuß in Heisingen geht sehr bald endgültig zu Ende. Wahrscheinlich im März fängt der Ahauser Investor Grenzland-Bau mit dem Abriss an. Läuft alles nach Plan, so wird ein neues Mehrfamilienhaus an der Bonscheidter Straße 65 im Frühjahr/Sommer 2014 fertig sein.

Hotel wurde 1956 erbaut

„Die offizielle Übergabe soll Ende Februar stattfinden. Da wir einen positiven Bauvorbescheid der Stadt haben, gehen wir davon aus, auch recht zügig mit dem Bau beginnen zu können“, berichtet Marco Körkemeyer, Geschäftsführer der Grenzland-Bau in Ahaus. Abriss im März, wahrscheinlicher Baubeginn Mitte April: So ist der grobe Zeitplan des Unternehmers.

Die Vermarktung übernimmt die Sparkasse. Die hat bereits an ihre Immobilienkunden Angebote verschickt. Insgesamt 14 Eigentumswohnungen werden feil geboten. „Unsere avisierte Klientel ist um die 55 Jahre oder älter. Das Haus wird altengerecht, also mit schwellenlosen Zugängen gebaut“, führt der Investor aus. Er schränkt ein: Es werden keine reinen Seniorenwohnungen entstehen.

Die Größen der Wohnungen liegen zwischen 105 und 112 Quadratmetern. Sie kosten bis zu 310 000 Euro. Ausreißer sind zwei Penthousewohnungen mit Dachterrassen und bis zu 170 Quadratmetern für knapp 600 000 Euro. Interessenten werden sich wohl sputen müssen. Immobiliensucher im Stadtteil wissen, dass man für geeignete Objekte auch schon einmal jahrelang auf der Warteliste stehen kann und manche Neubauten schon vor Bekanntwerden verkauft sind.

Das haben die Investoren erkannt. Auch die Grenzland-Bau kann auf einige Referenzobjekte in Heisingen verweisen. „Wir haben bereits unter anderem am Staelsfeld, an der Ecke Lelei/Baderweg oder der Bahnhofstraße gebaut und arbeiten an weiteren Objekten hier. Das ist aber noch nicht spruchreif“, erläutert Körkemeyer.

Das Hotel Hasselkuß hatte schon länger die besten Zeiten hinter sich. Im Jahr 1956 erbaut, wurde 1994 das letzte Mal komplett renoviert. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga entzog 2010 alle drei Sterne. Die Online-Kundenbewertungen aus diesen Jahren lesen sich gruselig. Miefgeruch im Zimmer, Miefgeruch auf den Gängen, Frühstück so lala, Kaffee grauenhaft, Staub in allen Ecken, besonders im Bett und im Schrank, Spinnweben, besonders über der Dusche: Das gehört noch zu den freundlichen Äußerungen. Auf dem Hotelmarkt hatte die Bonscheidter Straße 65 wohl keine große Chance mehr – auf dem Grundstücksmarkt umso mehr.

Markus Grenz



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