Höchste Zeit, sich auszutauschen

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Essen.. Ein Schulklo wird in Essen im Durchschnitt 35 Jahre alt. Das ist bestimmt kein Hinweis darauf, dass in dieser Stadt die Schüler die Keramiken besonders pfleglich behandeln.

Nein, man kann getrost davon ausgehen, dass auch hier der reine Mangel verwaltet wird, und das nicht erst, seit es Haushaltssperren gibt.

Not macht erfinderisch, und deshalb ist es allerhöchste Eisenbahn, dass die Essener Schulen anfangen, sich systematisch über das Thema Klo-Hygiene auszutauschen – ein Falt-Zettel vom Amt, der gute Beispiele anführt, kann da nur ein Anfang sein. Denn die meisten Schulen engagieren sich längst – nur: Außerhalb der Schule weiß das oft fast niemand. Der oft bemühte „Synergie-Effekt“ – hier ist es mal notwendig.

Pädagogische Tipps helfen oft nur wenig

Freilich nutzen gute Tipps aus dem pädagogischen Alltag jenen wenig, bei denen allein die baulichen Zustände dafür sorgen, dass es täglich zum Himmel stinkt – alte Rohre, kaputte Fugen in den Fliesen, die Gestank speichern, und zerstörte Einrichtungen machen pädagogische Ansätze zunichte.

Aufsichts-Modelle, in denen Schüler eine entscheidende Rolle spielen, sind sicher aufwändig in der Organisation, zählen wohl aber zu den besten Möglichkeiten, den Wert „Verantwortungsbereitschaft“ erfolgreich zu vermitteln. Dann bleibt jedes Klo länger sauber.