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„Hochschule für Bildende Künste“ soll im Oktober in Essen starten

10.01.2013 | 14:00 Uhr
„Hochschule für Bildende Künste“ soll im Oktober in Essen starten
Der bisherige Standort der Freien Akademie der bildenden Künste am Baldeneysee wird der HBK Platz bieten.Foto: Dinah Büssow

Essen.   Aus der privaten Kunstakademie in Essen-Kupferdreh soll sich eine staatlich anerkannte Hochschule gründen. Die „Hochschule für Bildende Künste“ will ab Oktober drei Bachelor-Studiengänge anbieten. Geplant ist der Start für das Wintersemester mit rund 40 Studenten.

Die Hochschullandschaft bekommt Zuwachs: Ab Oktober will die in Gründung befindliche „Hochschule für Bildende Künste“ (HBK) in Kupferdreh drei Bachelor-Studiengänge in Bildhauerei und Plastik, Fotografie und Medien sowie Malerei und Grafik anbieten.

Die neue private Hochschule, deren staatliche Anerkennung in der Endphase ist, entsteht aus der bisherigen Freien Akademie der bildenden Künste (fadbk) . Vom ersten Konzept bis zur Akkreditierung der Studiengänge war es für die Verantwortlichen ein jahrelanger Gedulds-Akt, der nun offenbar zu Ende geht. Ein Semester wird für Vollzeit-Studenten mit rund 1900 Euro nicht gerade günstig sein. Anders seien die Betriebskosten aber nicht zu deckeln, denn vom Land bekommt die Privathochschule kein Geld.

Derzeit 150 Studenten aus NRW

Der Blick aufs Geld mag abschrecken, aber dass die Idee funktioniert, beweist die seit 2001 stetig gewachsene fadbk. Derzeit sind 150 Studenten aus ganz NRW eingeschrieben – bei nicht wesentlich geringeren Gebühren von rund 1560 Euro pro Semester. Entscheidender Unterschied ist die künftige Bewertung der Abschlüsse: Bisher vergibt die freie Kunstakademie offiziell nicht anerkannte Akademie-Briefe.

Mit dem „Bachelor of Fine Arts“, den eine vom Land zertifizierte private Agentur akkreditiert hat, fällt dieses Manko weg. „Die Stimmung ist gut. Ich bekomme viele positive Rückmeldungen“, sagt fadbk-Leiter Stephan Schneider zufrieden.

Bankbürgschaft muss vorgewiesen werden

Geldgeber hinter dem Projekt ist neben dem Förderverein laut NRZ-Informationen vor allem die Unternehmensberatung Timpe-Gruppe, der das Areal gehört und die Aktionär der fadbk ist. Der eher medienscheue Michael Timpe ist neben Schneider und einem weiteren Partner Mitglied des Gründungspräsidiums der HBK.

Die Unternehmensberatung kümmert sich im Hintergrund um die Verwaltung der freien Akademie. Eine siebenstellige Bankbürgschaft – Quellen sprechen von rund einer Million Euro – müssen die Verantwortlichen vorweisen, um bei einer Insolvenz den eingeschriebenen Studenten die Möglichkeit zu geben, dennoch den Abschluss erwerben zu können. Steigt die Studentenzahl, erhöht sich auch dieser Betrag.

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