Hirsch einig mit Stadtwerken: 70 Jobs wohl gerettet

Die Mitarbeiter der Essener Firma Hirsch demonstrierten in dieser Woche vor der Stadtwerke-Zentrale.
Die Mitarbeiter der Essener Firma Hirsch demonstrierten in dieser Woche vor der Stadtwerke-Zentrale.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
  • Im Konflikt zwischen Rohrleitungsfirma Hirsch und Stadtwerken Essen ist eine Lösung da
  • Gläubigervorstand hat Vergleichsvorschlag mit Stadtwerken zugestimmt
  • Insolvenzverwalter hofft, Insolvenzverfahren kurzfristig beenden zu können

Essen.. Im Konflikt zwischen der Essener Rohrleitungsfirma Hirsch und den Stadtwerken Essen ist eine Lösung da, 70 Mitarbeiter können vorerst aufatmen: Der Gläubigerausschuss hat am Freitag einen neuen Vergleichsvorschlag genehmigt. Über Details wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Stadtwerke waren dem insolventen Unternehmen rund 700.000 Euro für erbrachte Leistungen schuldig geblieben, weil diese fehlerhaft gearbeitet haben soll. Nach Protesten und einem kurzfristig einberufenen Gespräch wurde nun offenbar ein Teil des Geldes ausbezahlt, um die Mitarbeiter zu entlohnen. Das erste Vergleichsangebot des Insolvenzverwalters, wenigstens die Hälfte der strittigen Summe auszubezahlen, sei für die Stadtwerke nicht akzeptabel gewesen. „Die Sorgen der Mitarbeiter können wir aber selbstverständlich verstehen“, sagte Stadtwerke-Vorstand Peter Schäfer. Mit dem neuen Vorschlag hätten die Stadtwerke allerdings ihre Möglichkeiten ausgeschöpft.

Auch Insolvenzverwalter Christoph Niering zeigte sich von dem Kompromiss überzeugt: „Die Verhandlungen waren beiderseits von dem Willen getragen, die Arbeitsplätze zu halten.“ Er hoffe nun, das Insolvenzverfahren kurzfristig beenden zu können.