Hilfsbereitschaft kennt keine Grenzen

Steele..  Die Sammelaktion der Evangelischen Kirchengemeinde Königssteele, die derzeit Bettwäsche für ukrainische Flüchtlinge in Ostungarn organisiert, ist offensichtlich von Erfolg gekrönt.

Die fleißigen Helfer sammeln – wir berichteten – an jedem Samstag des Januars. Und obwohl die ersten beiden Termine total verregnet waren und es zeitweise stürmte, machten sich viele Menschen auf den Weg zur Steeler Friedenskirche, wo die Hilfsgüter in einen LKW verladen wurden. „Was jedoch am vergangenen Samstag los war, übertraf all unsere Erwartungen“, freut sich Presbyterin Erika Schulte.

Die Autos auf der Kaiser-Wilhelm-Straße verursachten zeitweise Stau, und der Kirchparkplatz war übervoll. Aus allen Stadtteilen, aber auch aus Duisburg, Mülheim und Wattenscheid kamen Spender, die zum Teil auch warme Kleidung im Gepäck hatten. Schulte: „Zeitweise kamen unsere Helfer mit der Annahme nicht nach, so dass die Säcke, Tüten und Taschen zunächst vor dem LKW abgestellt werden mussten.“ Unter jenen, die den bedürftigen Menschen helfen wollten, befand sich auch eine komplette Hausgemeinschaft, die ihre Bettlaken, Kissen und andere dringend benötigte Hilfsgüter vorab gebündelt hatten und in einem Rutsch abgaben.

Trotz des allgemeinen Trubels auf dem Sammelplatz blieb den Protagonisten immer wieder kurz Zeit für Gespräche. „Viele Spender trennen sich gerne von ihren Sachen, wenn diese eine wirklich sinnvolle Verwendung finden“, erfuhr Erika Schulte. Und genau dies sei bei der Sammlung in Steele der Fall.

Spedition beauftragt

Gegen 12 Uhr mittags war der gemeindeeigene LKW bis unter das Dach beladen, so dass weitere Spenden sogar erst einmal zwischengelagert werden mussten. Die Gemeinde Königssteele bemüht sich jedoch, noch in dieser Woche einen Spediteur mit dem Transport zu beauftragen, um zeitnah alle Spenden an Ort und Stelle abzuliefern.

An den beiden, noch verbleibenden Samstagen hoffen die Organisatoren auf weiteren Zuspruch und ähnlich große Hilfsbereitschaft der Menschen aus Steele, aber auch aus den umliegenden Städten. „Im Februar werden wir die Ladung allerdings wieder mit unserem eigenen LKW transportieren; sofern es das Wetter zulässt“, sagt Erika Schulte.