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Essener Restaurant bietet exotische Krabbeltiere als Snack an

25.01.2013 | 06:00 Uhr
Augen zu und durch: Laura und Joelle probieren mutig Heuschrecken, Grillen und Mehlwürmer, die das Restaurant Mongo's derzeit als kostenlosen Snack anbietet. Foto: Sebastian Konopka

Essen.   Das Dschungelcamp lässt grüßen: Das Restaurant Mongo's in Essen bietet derzeit Insekten und Mehlwürmer als kostenlosen Snack an. Die Redaktion fand: Das können unsere Praktikantinnen doch mal ausprobieren.

Was muss man können als Journalist oder Journalistin? In der Lokalredaktion sammeln Laura Senkbeil (19) und Joelle Flöther (15) derzeit erste Erfahrungen. Wichtig ist, dass Journalisten nicht nur neugierig sind, sondern sich auch mal ungewöhnliche Sachen trauen. Mut ist eine journalistische Tugend – Laura und Joelle haben es gleich ausprobiert. Lesen Sie hier ihren Erfahrungsbericht.

Auf dem Weg zum Restaurant haben wir uns viele Gedanken darüber gemacht, was uns wohl erwarten wird. Unseren ersten Kontakt mit Mehlwürmern und Co. hatten wir als kleine Kinder, als wir unsere Hamster oder Wüstenrennmäuse gefüttert haben. Doch jetzt sollten wir selber ‘ran – auf was hatten wir uns da nur eingelassen!

Tiefgefroren und dann frittiert

Im „Mongo’s“ angekommen, wollten wir erstmal wissen, wie die Tiere zubereitet werden. Wir lernten: Die Krabbeltiere werden lebendig geliefert, kommen dann fünf Stunden in den Tiefkühler, anschließend werden sie im Backofen kurz erhitzt. Dabei, und als wir das erfahren, sind wir ganz erleichtert, werden mögliche Krankheitserreger abgetötet. Um die Insekten schön kross zu machen, werden sie nach dem Aufbacken frittiert.

Essen wie im Dschungelcamp

Wir bekamen serviert: drei Heuschrecken, eine Handvoll Mehlwürmer und ein Dutzend Grillen mit dunkelbrauner Barbecue-Soße. Mal abgesehen davon, dass unser Essen aussah, als würde es gleich wegkrabbeln, war es sehr hübsch angerichtet – der Tellerrand war mit exotischen Früchten garniert. Uns wurde trotzdem mulmig: Jetzt gab es kein zurück mehr!

Man spürt die Beinchen und Fühler auf der Zunge

Stäbchen in die Hand, Wasser zum Nachspülen in Greifweite – und dann: „Eins, zwei drei“ – ab in den Mund.

Nachdem ein leichter Ekel und Hemmungen überstanden waren, entkrampften sich unsere Gesichter wieder – wir guckten uns überrascht an: Die Heuschrecken schmecken ja wie Erdnuss-Flips!

Die Mehlwürmer dagegen erinnerten geschmacklich an Kartoffelchips. Selbst die Grille, die äußerlich der heimischen Stubenfliege sehr ähnelt, war nicht so ekelig, wie sie aussah. Alle Tiere haben keinen sonderlich deutlichen Eigengeschmack. Gewöhnungsbedürftig ist, dass man die Viecher auf der Zunge spürt – die Beinchen, die Fühler, die harten Krusten.

Im „Mongo’s“ überlegt man angeblich, die Insekten dauerhaft auf die Speisekarte zu setzen. Die Werbe-Aktion läuft jetzt erst mal nur bis Sonntag. Für uns steht fest: Dieses eine Mal hat gereicht! Als Dschungel-Königinnen haben wir uns aber qualifiziert, finden wir.

Abflug ins Dschungelcamp

Laura Senkbeil und Joelle Flöther

Kommentare
25.01.2013
20:54
Perverser geht es fast nimmer...
von Highlanders | #7

Die Menschen werden immer perverser...hauptsache es bringt Geld, man kommt in die Presse...man kann gar nicht soviel essen wie man kotzen moechte...

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http://www.derwesten.de/staedte/essen/heuschrecken-schmecken-wie-erdnuss-flips-id7519583.html
2013-01-25 06:00
Heuschrecken, Stubenfliege, Mehlwürmer, Mongo´s, Essen, Wüstenrennmäuse, Grillen
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