Herrenloses Gepäckstück fachgerecht gesprengt
02.10.2009 | 05:00 Uhr 2009-10-02T05:00:00+0200
Essen. Ein herrenloses Gepäckstück hat am Donnerstagabend am Essen-Werdener Bahnhof für Unruhe gesorgt. Der S-Bahnhof war für zwei Stunden geräumt und gesperrt worden. Spezialisten von der Bundespolizei sprengten einen Nylonbeutel, der lediglich ein Radio enthielt. Keine Terror-Gefahrenlage.
Ein herrenloses Gepäckstück hatte am Donnerstagabend am Essen-Werdener Bahnhof für Unruhe gesorgt. Der S-Bahnhof, die Nebenbetriebe sowie der Straßenbereich waren zwei Stunden lang geräumt und gesperrt worden. Spezialisten von der Bundespolizei fanden sich auf dem Bahnsteig 1 ein, um die Nylontasche zu untersuchen. Sie war einem Mitarbeiter der Deutschen Bahn aufgefallen, weil sie längere Zeit unbeaufsichtigt stehen geblieben war. "Der Nylonsack wurde fachgerecht gesprengt", berichtet Jürgen Karlisch, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Dortmund. Mittlerweile ist der Inhalt bekannt: ein Radio. Inzwischen ein kaputtes Radio.
"Es handelte sich um eine Sicherheitsmaßnahme aufgrund der aktuellen terroristischen Bedrohungslage", erklärt Jürgen Karlisch. Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen würden es mit sich bringen, dass DB-Mitarbeiter, Polizisten, aber auch die Bevölkerung aufmerksamer das Geschehen an Bahnhöfen verfolgten. "Der Einsatz am Werdener Bahnhof war einer der ersten Einsätze dieser Art in unserem Gebiet."
"Abstrakte Gefährdungslage"
Obwohl die Polizei nach der Veröffentlichung des Terror-Droh-Videos in der vergangenen Woche nach wie vor von einer "abstrakten Gefährdungslage" ausgehe, herrsche in der Bevölkerung Verunsicherung. "Wenn unsere Beamten Schutzwesten und Maschinenpistolen tragen, stellen sich natürlich viele die Frage, wie sicher ihr Umfeld ist", sagt der Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Dortmund. "Aber wir gehen lediglich auf solche Hinweise wie heute ein. Mir sind keine Hinweise auf eine Verdichtung der Terrorgefahr bekannt."
"Es stellt sich natürlich die Frage, wer um diese Uhrzeit ein Gepäckstück unbeaufsichtigt stehen lässt", sagt Karlisch, nicht ohne Unmut. Wenn der Nylonbeutel unabsichtlich vergessen wurde, sei nicht mit Kosequenzen zu rechnen. "Aber wenn das ein Trittbrettfahrer war, der auf den Zug der Terror-Drohungen aufspringt, dann verstehen wir keinen Spaß."
Der zweistündige Einsatz der Polizei, der um 21.45 Uhr beendet war, hat den Bahnbetrieb beeinträchtigt. Mit erheblichen Verspätungen in die Nacht hinein ist zu rechnen.
19:24
Wenn ich jeden herren- bzw. frauenlosen Gegenstand auf Bahngelände und in Zügen melden würde, würde sich in ganz Deutschland kein Rad mehr drehen.
07:51
hier wird mal wieder einiges ins unermessliche hochgespielt damit schäubles wahnvorstellungen weiter ausgelebt werden können
06:08
#17: dann war es die Mafia! mama mia!
01:33
Die Sprengmeister hatten doch hoffentlich irgendeine Intuition (welche in den Berichten nicht erwähnt wird) so dass diese Sprengerei ein bisschen Sinn macht?
01:30
Wer ersetzt mir jetzt mein Radio?
01:23
Ist der Werdener Bahnhof, ein ungepflegtes Dreckloch, gleich mit in die Luft gegangen, es wäre sehr zu begrüßen!
01:11
in der tasche waren wohl neben dem kaputten radio auch noch spaghetti - die liegen da immernoch rum ^^
23:49
Das Gemeckere von Herrn Karlisch ist zudem eine absolute Unverschämtheit. Er sollte mal überlegen, wer eigentlich sein Arbeitgeber ist, nämlich die Bevölkerung. Und die Bevölkerung lässt halt auch schon mal versehentlich Sachen stehen, während Herr Karlisch offenbar gleich Absicht unterstellt. Klarer Fall von Fehlbesetzung.
23:33
Die Terroristen haben schon lange gewonnen, denn sie haben nachhaltig unser Sicherheitsgefühl gestört und die ganze Terrorpanik und die damit verbundenen Aktivitäten legen regelmässig die Volkswirtschaft lahm.
23:29
Darf dieser Herr Bin Laden (wasn das für ein Name) überhaupt?