Helden des Alltags gesucht

Kupferdreh..  Der Amtmann Josef Götte war Zeit seines Lebens einer der angenehmen Sorte: Der Stadtbedienstete gehörte nicht nur der Bürgerschaft Kupferdreh an, sondern galt auch als besonders bürgernah. Was lag also näher, die von der Bürgerschaft verliehene Bürgermedaille für großes soziales Engagement nach jenem Josef Götte zu benennen. Anfang März steht nun auf dem Jahresempfang die Jubiläumsausgabe der Ehrung an. Für die Bürgerschaft Kupferdreh wird es Zeit, passende Kandidaten zu suchen und zu finden – Vorschläge sind willkommen.

Bereits seit 1990 verleiht die Bürgerschaft Kupferdreh die Josef-Götte-Medaille an verdiente Mitbürger, die ohne großes Aufsehen und unabhängig von Vereinen oder Institutionen ein außergewöhnliches soziales Engagement zeigen und sich damit für eine gute Sache, für ihre Mitmenschen einsetzen – „einfach so, von Mensch zu Mensch“, wie Bürgerschaftssprecher Fred van Führen sagt.

Auch gemeinschaftliches Engagement, zum Beispiel unter Arbeitskollegen oder in Vereinen kommt für die Auszeichnung in Frage. Auch wenn sich dies völlig unabhängig vom eigentlichen Vereinszweck gestaltet. So erhielt beispielsweise im Jahr 2013 die Josef-Schule in Kupferdreh als erste Institution für ihr weit über die schulischen Aufgaben herausgehendes soziales Engagement die Medaille der Bürgerschaft.

Bevor die Jury mit Delegierten zusammentrifft, um den Kandidaten für die Auszeichnung auszuwählen, bittet die Bürgerschaft nun wieder um die Mitarbeit der Ruhrhalbinsulaner und um entsprechende Vorschläge. „Dabei sollen die Menschen in den Vordergrund rücken, die normalerweise nicht im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen und somit kaum für andere öffentliche Auszeichnungen in Frage kommen“, erklärt Wolfgang Rüskamp. Der Vorsitzende der Bürgerschaft weist ausdrücklich darauf hin, dass durchaus auch jüngere Menschen vorgeschlagen werden können, „die zwar noch nicht auf Jahrzehnte lange soziale oder gemeinnützige Arbeit zurückblicken können, aber dennoch mit außergewöhnlichen Leistungen oder Verdiensten aufwarten.“

Die Bürgerschaft freut sich auf zahlreiche Vorschläge aus der Bevölkerung, die entweder per Post an die Bürgerschaft Kupferdreh, Postfach 150134, 45241 Essen oder einfach per E-Mail an info@buergerschaft-kupferdreh.de geschickt werden können.

Der Einsendeschluss ist der 31. Januar. „Im Anschluss werden wir zeitnah die Vorschläge sichten und der Jury vorlegen, die dann den Gewinner auswählt“, sagt Fred van Führen. Im vergangenen Jahr fiel die Wahl übrigens auf Nina Rüber. Eine Lehrerin, die sich besonders für krebskranke Kinder engagiert.