Heimkinder fordern Entschädigung nach Misshandlungen

Zwei Frauen aus Essen klagen gegen den Landschaftsverband Rheinland als Träger mehrerer Kinderheime.
Zwei Frauen aus Essen klagen gegen den Landschaftsverband Rheinland als Träger mehrerer Kinderheime.
Foto: dapd
Was wir bereits wissen
Zwei Frauen aus Essen klagen vor dem Kölner Landgericht Jahrzehnte nach angeblichen Misshandlungen und Fällen von Missbrauch in Kinderheimen des LVR auf eine finanzielle Entschädigung in Höhe von 54.000 Euro. Ihre Chancen auf Erfolg seien gering, sagten die Richter am Diebstag.

Essen.. Jahrzehnte nach angeblichen Misshandlungen und Fällen von Missbrauch in deutschen Kinderheimen fordern zwei Frauen aus Essen in einem Musterprozess eine finanzielle Entschädigung in Höhe von 54.000 Euro. Am Kölner Landgericht haben sie Klage gegen den Landschaftsverband Rheinland als Träger mehrerer Kinderheime eingereicht. Zum Prozessauftakt am Dienstag machte das Gericht allerdings deutlich, dass die Erfolgsaussichten eher schlecht stehen.

So sagte der Richter, dass das Fehlverhalten der Heim-Verantwortlichen nicht genau genug konkretisiert sei. Das Personal habe in den 1950er und 1960er Jahren noch das Recht gehabt, Kinder durch Schläge zu züchtigen. Zum anderen seien die Vorfälle wohl verjährt. Die beiden Klägerinnen kündigten daraufhin an, die Vorwürfe zu konkretisieren. Das Gericht will am 28. August über die Klage entscheiden. (dapd)