Heimatlose Lesungsreihe bekam Zuspruch von allen Seiten

An Solidaritätsbekundungen hat es nicht gemangelt. Nachdem das Museum Folkwang der von der Buchhandlung Proust und dem Schreibheft organisierten Lesereihe „Literatur im Folkwang“ im vergangenen Herbst einseitig die Zusammenarbeit aufgekündigt hatte, um die von der Alfred und Cläre Pott-Stiftung zur Verfügung gestellten Mittel künftig wieder für Kunstankäufe zu nutzen, war den Veranstaltern Unterstützung von allen Seiten zugesagt worden. Etliche Institutionen hatten der plötzlich heimatlosen Reihe ihre Räume als Ausweich angeboten – vom Choreografische Zentrum in Katernberg bis zum Bürgermeisterhaus in Werden. Selbst Kultureinrichtungen aus Gelsenkirchen und Mülheim boten Asyl. „Das“, so die Macher der Lesungsreihe, „hat Mut gemacht“, und deshalb soll es in Kürze weitergehen – mit einem neuen, gemeinnützigen Verein und einer neuen Reihe „Literatur: Literatur!“ , die am Donnerstag, 19. März, 20 Uhr, in der Kreuzeskirche am Weberplatz ihren Auftakt hat. Dann wird Reiner Stach seine Kafka-Biografie „Die frühen Jahre“ vorstellen.

In Zukunft soll die Reihe an wechselnden Orten gastieren, vor allem in der Innenstadt und im Kreativquartier Nord. Bis zur Gründung des neuen Vereins und einem neuen Antrag auf Förderung bei der Alfred und Cläre Pott-Stiftung wurden Übergangslösungen gefunden.