Haus der Essener Geschichte – ein Tag ist besser als nichts

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Was wir bereits wissen
Die Dauerausstellung im Haus der Essener Geschichte soll endlich offizielle Öffnungszeiten erhalten. Eine Mischung aus Prinzipienreiterei und Phantasielosigkeit hatte das bislang verhindert. Ein Nachmittag für Besucher ist besser als nichts. Ein Kommentar.

Essen..  Wenn es nicht so traurig wäre, man müsste lachen. Eine Mischung aus Prinzipienreiterei und Phantasielosigkeit hat es lange verhindert, dass die Dauerausstellung zur Essener Geschichte für das Publikum zugänglich war.

Für einige Wochen führten nun Ehrenamtliche die Aufsicht, mussten aber eine juristische Gratwanderung vollziehen: eine „geschlossene Veranstaltung“, zu der jeder kommen durfte - das klingt haarig. Ein Glück, dass kein Besucher ausgerutscht ist, sonst wären die armen Aufseher wohl noch mit einem Bein im Gefängnis gewesen.

Nachdem nun immerhin klar ist, dass die Bürger wirklich interessiert sind, will die Stadt mit eigenem Personal einen Nachmittag pro Woche öffnen. Besser als nichts. Wenn der Personalrat nicht so dogmatisch agierte, wäre wohl mehr möglich. Aber alles hat ja sein Gutes: Dank der langen Debatte wissen nun wenigstens viele, dass es diese Ausstellung gibt.