Handelshof-Verkauf bis Jahresende
15.09.2009 | 12:52 Uhr 2009-09-15T12:52:00+0200
Essen. Der Verkauf des städtischen Traditionshotels Handelshof am Hauptbahnhof für rund 21 Millionen Euro an einen Investor soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Inwieweit der Verkauf der Stadt aus der Finanzklemme beim Stadionbau hilft, ist noch nicht absehbar.
Der Verkauf des Traditionshotels Handelshof soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Das ließ am Montag die für die Geschäftsabwicklung zuständige städtische Grundstückstochter GVE verlauten. Inwieweit der Handelshof-Verkauf der Stadt aus der Finanzklemme beim Stadion-Bau helfe, sei indes noch nicht absehbar.
Die Bezirksregierung Düsseldorf wird die Hotel-Erlöse voll auf den Essener Kreditrahmen anrechnen, so dass kein zusätzlicher Spielraum im Haushalt gewonnen wird. Die Stadtspitze hofft allerdings, dass sie mit Hilfe dieses Buchungsgewinns den rechtlich pikanten Zeitpunkt der Überschuldung so lange hinauszögern kann, bis das Stadion gebaut ist.
11:31
Zitat: Die Stadtspitze hofft allerdings, dass sie mit Hilfe dieses Buchungsgewinns den rechtlich pikanten Zeitpunkt der Überschuldung so lange hinauszögern kann, bis das Stadion gebaut ist. Jetzt rechnen alle mit der Zwangsverwaltung, aber anstatt etwas dagegen zu tun, wird schnell noch das Geld für ein Prestigeprojekt (für das uns alle Nichtessener auslachen) verpulvert. Ab 2011 gibt es dann nichts mehr zu entscheiden, die Stadt hat dann keinen Spielraum mehr. Man schämt sich, Essener zu sein.
02:06
Was bei der ganzen Diskussion ja ziemlich untergeht: die Stadt Essen musste in Amerika um Erlaubnis für den Verkauf des Handelshof bitten, da die darunterherfahrende U-Bahn den Amerikanern gehört! Diese Absurdität muss man sich noch einmal deutlich vor Augen führen. Dieses sogenante cross-border-leasing ist einer der größten Skandale der Stadtpolitik, zumal den meisten Bürgern gar nicht bewusst ist, dass weite Teile ihrer Infrastruktur nach Amerika verscherbelt wurden.
18:29
Ein sachlicher Versuch:
Erstrangig müsen lt. Vertrag der GVE mit Kölmel Medien die Alt-Schulden des RWE an Kölmel in Höhe von 3.0 Mio zurückgezahlt werden.
Diese Entschuldung, war Voraussetzung für die Umstrukturierung des RWE.
Aber die Frage an die RWE Hardliner bleibt.
Wo sind die Kölmel Millionen geblieben, denn ihr wart doch immer da und habt Eintritt und Verzehr gezahlt
14:39
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13:35
Wer gegen den Stadionbau ist muß auch aus finanziellen Gründen gegen den TuP-Etat von jährlich 50 Mio Euro und gegen die Übernahme der Tiefgaragenkosten für das Volkwang-Museum von 7 Mio Euro sowie die jährlichen Folgekosten in Höhe von 7 Mio per anno sein. Ansonsten gerät die soziale Symmetrie in Essen total aus den Fugen und es besteht die Gefahr von sozialen Spannungen zwischen Ober und Unterschicht. Wenn die Stadt überschuldet ist, ist auch für diese Klientel kein Geld da und sie sollen ihren Hobbys in den angrenzenden Städten wie Düsseldorf, Bochum ect. fröhnen