„Habibiz“-Brüder kredenzen Orientalisches am Stern

Die Brüder Adam (l.) und Fethi Ayari vor dem „Habibiz“ im Untergeschoss der Zweigertstraße 3-7. Auch die Saucen machen die beiden selbst.
Die Brüder Adam (l.) und Fethi Ayari vor dem „Habibiz“ im Untergeschoss der Zweigertstraße 3-7. Auch die Saucen machen die beiden selbst.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Brüder Fethi und Adam Ayari bieten im „Habibiz“ arabische Spezialitäten wie Falafel, Hummus, Shawarma und Tabuouleh an.

Essen-Rüttenscheid.. Fethi Ayari hatte sich schon immer selbstständig machen wollen. Dann aber lockte nach dem Abitur, einer Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann und seinem Studium in Internationalem Marketing ein hoch dotierter Job. „Ich habe gut verdient, aber die Arbeit hat mich nicht glücklich gemacht“, erinnert sich der 32-Jährige, der das Konzept zur Traumverwirklichung damals schon in der Tasche hat.

Seit Januar ist aus der Papiervorlage zu „Habibiz“ Wirklichkeit geworden, und hat Ayari den Anzug gegen eine Kochschürze getauscht. Mit seinem 29-jährigen Bruder Adam hat er am Rüttenscheider Stern einen orientalischen Imbiss eröffnet. Spezialität ist die Falafel: „Wir haben wochenlang an dem Rezept und der Gewürzmischung herumprobiert, unsere Freunde mussten immer wieder zum Verkosten vorbeikommen.“

Viele Testessen bis zur perfekten Falafel

Testesser kennen die beiden genug, sind sie in Rüttenscheid durch ihre Partyreihe „Thank God it’s Friday“ im Solid-Club schließlich keine Unbekannten. Aufgewachsen sind die Kinder tunesischer Einwanderer in Altenessen, zogen 1999 nach Rüttenscheid. Dabei sei ihre Speisekarte nicht typisch für Tunesien und begründe sich eher im arabischen Raum, weiß Fetih Ayari.

Auf der Karte des „Habibiz“ – was übersetzt so viel wie „meine Schätze“ bedeutet – finden sich bis auf die orientalischen Hähnchenstreifen Shawarma nur vegetarische Gerichte: darunter das Kircherbsenpüree Hummus, der Grillkäse Halloumi und Tabuleh, ein Salat aus Tomaten, Petersilie und Bulgur. Auch ihre Saucen – darunter eine für den europäischen Gaumen leicht entschärfte Harissa – machen die beiden selbst. „Wir bereiten außer sonntags täglich ab 10 Uhr unsere Speisen vor, sind bis 22 Uhr im Laden. Natürlich ist das anstrengend, aber ich möchte nicht tauschen“, sagt Ayari.

Jeden Monat sammeln die Brüder Spenden für eine karitative Essener Einrichtung, aktuell für das Steeler Hospiz. Initiativen, die Hilfe gebrauchen können, melden sich unter 800 958 58 oder per E-Mail an: info@habibiz.de. Aktuelle Informationen gibt es auch auf der Facebookseite.