Gute Geschäfte unterm Heidemoos

Kein Graffiti, keine Security – das Kronenberg Center wird von den Altendorfern gut angenommen und gepflegt. „Ich habe das Gefühl, dass die Altendorfer sich über uns freuen“, sagt Center Manager Peter Otting. Denn: Das Kronenberg Center mit seiner modernen Architektur wertet den Stadtteil nicht nur optisch auf. „Wir sind ein Fachmarktzentrum und bedienen den täglichen Bedarf“, erklärt Otting. Dadurch ersparen sich die Kunden weitere Wege: Eine Verbesserung der Lebensqualität in einem sich wandelndem Stadtteil: „Auch die Tatsache, dass Denn’s Biomarkt hier eine Filiale eröffnet hat, zeigt ja, dass der Stadtteil prosperiert.“

Aus dem Alltag der Anwohner sei das Center mittlerweile nicht mehr wegzudenken. „Ich habe das Gefühl, dass die Altendorfer auf diese Möglichkeit gewartet haben. Denn unsere Kunden sind alle sehr freundlich.“ Außerdem gäbe es keinerlei Probleme mit Graffiti-Schmierereien. Auch eine Security hätte das Center nicht nötig. „Ich finde, das zeigt, dass die Altendorfer uns wertschätzen“, freut sich Peter Otting.

Auch Marc Heistermann, Geschäftsführer des Einzelhandelverbands Ruhr, stimmt dem zu. „Das Fachmarktzentrum ist eine enorme Attraktivitätssteigerung und zieht auch Kunden aus anderen Stadtteilen an.“ Die Architektur mit den Wellen sei optisch ansprechend und ziehe Aufmerksamkeit auf sich – ebenso wie das grüne Dach. „Man hätte auch einen Karton mit Wellblechdach hier hinstellen können, aber die Stadtplaner haben sich bewusst für diese Architektur entschieden“, sagt Otting. Das grüne Dach des Centers soll sich so optisch dem Park im Krupp Gürtel anpassen. Die Vorgabe wurde von der Stadt gemacht. Ein gutes Zeichen für den Aufschwung.

Doch es gäbe in Altendorf auf den Einzelhandel bezogen auch noch viel Spielraum nach oben. So gibt es laut Heistermann im restlichen Stadtteil keinen ausgewogenen Besatz. „Der Mix aus Textilien, Drogerie und Lebensmittel ist nicht gegeben.“ Daher glaubt der Geschäftsführer des Einzelhandelsverband nicht daran, dass die Kunden des Centers anschließend über die Altendorfer Straße bummeln würden. „Ich hoffe, dass die neue Wohnbebauung mehr Publikum in den Stadtteil bringt und so auch eine Grundlage für den Einzelhandel bietet. Auf die neue Bebauung im Krupp-Quartier freut sich Otting ebenfalls. „Ich denke, es wird den Menschen Spaß machen, hier zu wohnen.“ Durch das neue Quartier würde der Stadtteil belebt.

Denn neben dem Kronenberg Center und dem neuen Dienstleistungscenter an der Altendorfer Straße entsteht am Krupp-Park auch Wohnbebauung, die mit „Leben im Grünen“ beworben wird. Eine neue Wohnqualität wird so im Stadtteil geschaffen. „Da ein Gutachten, das wir im Rahmen der sozialen Stadt in Auftrag gegeben haben, gezeigt hat, dass das Gebiet Altendorf hauptsächlich Wohnzwecken dient, ist es nur logisch, dass wir uns hier für Wohnungsbauten entschieden haben“, erklärt Andreas Müller vom Amt für Stadterneuerung.

Die Wohnbebauung wurde deshalb nicht direkt an die Altendorfer Straße gesetzt, um die neuen Anwohner vor dem Lärm der Hauptstraße zu schützen. Das Dienstleistungscenter soll als Schutz dienen. Daher wird die Wohnbebauung erst errichtet, wenn das neue Center bereits steht.