Gut gespielt heißt gut gelaunt

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Werden..  Neuer Schulhof, neues Glück? Ob man gleich so weit gehen sollte? Die Schüler der Ludgerus- Grundschule an der Kellerstraße jedenfalls hatten Glück – und haben nun einen neu gestalteten Schulhof, denn zu einer guten Schule gehört der nun mal dazu.

Früher, als es noch die Volksschule und noch lange nicht so viele Gymnasiasten gab, da standen wir uns in der großen Pause gegenüber, die Jungen auf der einen, die Mädchen auf der anderen Seite. Wir schauten uns an und versuchten mit einem Knicks vor der oder dem Auserwählten, unsere Favoriten und deren Sympathien zu gewinnen. Nach der Wahl haben wir uns gegenseitig gebeten, Verse ins Poesiealbum des anderen zu schreiben. Noch heute, beim Klassentreffen, werden diese Reime herumgereicht.

In Duisburg-Hamborn, einem damaligen Zechenortsteil (Neumühl), gab es auf dem gemeinsamen Schulhof eine Katholische und Evangelische Schule an der Salzmannstraße, die einst auch der in Werden wohnende Komiker Herbert Knebel besuchte. Damals versuchten wir noch, eine Grenze auf dem Schulhof zwischen den Religionen zu ziehen, die es nicht zu übertreten galt; heute, im Zeichen der Ökumene, Unding und wieder ein Glück.

RWE-Spende: 1700 Euro

„Insbesondere hatten wir den Schulhof noch als große asphaltierte Fläche in Erinnerung, die sehr langweilig war und kaum Anreize zum Spielen oder auch Entspannen bot“, sagt einer, der damals dabei war. Tatsächlich war der Schulhof lange Jahre ein „Stiefkind“ bei Planung und Bau von Schulen, längst jedoch hat man erkannt, wie wichtig ein gut gestaltetes Modell für die Gemeinschaft ist und welche vielfältigen Funktionen es erfüllen kann.

Die Ludgerus-Grundschule verfügt, welch ein Glück, über ein großes und teilweise grünes Schulgelände. In einer Ganztagsschule, wo viele Kinder noch mehr Zeit verbringen, kann ein attraktives Schulumfeld das Wohlbefinden und das gemeinschaftliche Erleben fördern. „Unsere Leitziele sind, die Natur zu erleben, Treffpunkte zu schaffen und Bewegung zu fördern“ betont Schulleiterin Lis Vincenz, die schon als Junglehrerin besonderen Wert auf musische und künstlerische Ausrichtung gelegt hatte.

„Seit Jahren wird das Schulgelände nach den Bedürfnissen der Schüler gestaltet. Eltern, Lehrer und Unterstützer packen mit an.“

Zuletzt enterten sie die Raumkapsel, finanziert vom Förderverein und Sponsoren. Und jetzt montierten Markus Möller, Götz Bartkowiak und Hausmeister Peter Schürmann eine neue zweite Tischtennisplatte, und die Eltern gestalteten den Schulhof mit Bodenbemalungen für Hüpf- und Bewegungsspiele, etwa mit dem Sina Dahmann-Reaktionsspiel, bei dem Bälle hin- und her- geworfen werden.

Unter den Helfern auch Schulkind-Mama und RWE-Mitarbeiterin Barbara Möller. Für ihr Engagement bekam sie einen finanziellen Zuschuss aus dem Mitarbeiterprogramm „Aktiv vor Ort“ ihres Arbeitgebers. „Dank einer Spende von 1700 Euro konnten die Spielmöglichkeiten erweitert werden.“

Ein Fußball- und ein Handballfeld wurden nun eingerichtet, im April hatte der Förderverein bereits einen Verkehrsparcours realisiert. Die Ganztagsschüler toben und kurven seitdem dort herum und legen Wert auf ihren angestammten Parkplatz, auch wenn Verkehrsschilder und Ampeln noch ergänzt werden müssen. Lis Vincenz: „Wir alle sind stolz auf diese Ergebnisse.“