Gut geknotet ist halb bestanden

Überruhr..  Eine Prüfung der besonderen Art fand nun beim Pfadfinderstamm „Eberhard Wittgen“ in Überruhr statt. Die Kinder und Jugendlichen präsentierten der Stammesleitung im Stephanus-Gemeindezentrum ihre Kunstfertigkeit im Knotenknüpfen.

Seit einigen Wochen übten die Pfadfinder des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) fast in jeder der wöchentlichen Gruppenstunden wenigstens ein paar Minuten das richtige Knoten: Palstek, Kreuzknoten oder Achterknoten – kein Problem, selbst für die Jüngsten. „Pfadfinder sein, das heißt Abenteuer erleben und zusammen mit Gleichaltrigen viel Spaß erleben. Aber bei uns lernen die Kinder und Jugendlichen auch viele Dinge, die ihnen später unterwegs oder zu Hause helfen können“, berichtet Pfarrer Markus Pein von der Stammesleitung.

Ohne Leistungsdruck

Bei dieser Prüfung stand die Knotenkunde im Mittelpunkt. „Vom einfachen Knoten für den Hausgebrauch bis hin zum Spezialknoten für das Arbeiten mit Holz oder für den Einsatz in der Schifffahrt zeigten die Pfadfinder, was sie mit viel Eifer gelernt hatten“, freut sich Olaf Eybe, ebenfalls von der Stammesleitung. „Bei uns geht es nicht darum, Leistungsdruck zu erzeugen, den haben die Kinder heute oft genug in der Schule. Stattdessen wird in lockerer Atmosphäre Sinnvolles gelernt. Selbstverständlich kommt das spielerische Element dabei nie zu kurz. Die Prüfung hat letztlich jeder bestanden, denn Pfadfinder helfen sich natürlich auch gegenseitig“, erläutert Birgit Pein, das dritte Mitglied der Stammesleitung.

Neben Gruppenstunden mit verschiedenen Spielen drinnen und draußen, gemeinsamen Ausflügen und Übernachtungsfahrten sind im Verlauf des Jahres weitere Prüfungen vorgesehen. Bald steht der richtige Umgang mit Messern und Äxten auf dem Programm. Danach wird gemeinsam gelernt, wie man unterschiedliche Lagerfeuer baut und gefahrlos zum Wärmen oder Kochen einsetzt. Außerdem werden Kenntnisse der heimischen Tierwelt erworben. Dabei kann sich der Stamm wieder auf die Unterstützung durch die Essener Kreisjägerschaft freuen. Zur Belohnung gibt es nach allen Prüfungen für alle Teilnehmer selbst gestaltete Aufnäher für die Pfadfinderkluft.

Neue Gruppe aufbauen

„Langweilig wird es bei uns nicht. Dafür sorgen die Gruppenstunden, die von engagierten Jungendlichen, selbst alle seit Jahren Pfadfinder, geleitet werden“, unterstreicht Markus Pein. „Nach und nach werden wir eine eigene Gruppe für ältere Pfadfinderinnen und Pfadfinder, sie heißen bei uns Ranger und Rover, aufbauen“, verspricht Michael Dörnenburg, der für den Verband Christlicher Pfadfinder (VCP) auf Landesebene ehrenamtlich tätig ist.