Günstigere Milch an ausgewählten Grundschulen
03.04.2008 | 18:49 Uhr 2008-04-03T18:49:28+0200Jede fünfte kann an Bundesprojekt teilnehmen
21 der rund 100 Essener Grundschulen können an einem Schulmilch-Projekt des Bundesernährungsministeriums teilnehmen. Einige von ihnen erhalten dann Schulmilch vergünstigt oder sogar kostenlos. Das berichtet der CDU-Landtagsabgeordnete Manfred Kuhmichel. Ausgewählt wurden die Schulen nach statistischen Zufallsprinzipien. Landesweit sind etwa 600 Schulen beteiligt.
Etwa jedes vierte Grundschulkind in NRW trinkt Schulmilch. Bezahlt werden müssen 30 Cent für einen Viertelliter Milch und 35 Cent für einen Viertelliter Kakao oder Erdbeer- bzw. Vanillemilch. Der Preis ist maßgeblich durch EU-Subventionen vergünstigt.
Kinder aus sozial schwachen Familien bekommen in Essen die Schulmilch ohnehin gratis. An den Grundschulen waren das im vergangenen Jahr täglich etwa 2800 Jungen und Mädchen, teilt Helmut Hülder mit, stv. Abteilungsleiter im Schulverwaltungsamt.
Das neue Schulmilch-Projekt soll ermitteln, wie der Absatz von Schulmilch wieder steigen kann. Er sinkt stetig. 1993 wurden in Deutschland noch 43 000 Tonnen verzehrt, zuletzt waren es nur noch 17 000 Tonnen. Während einige Schulen, die für das Vorhaben ausgesucht wurden, vergünstigte oder kostenlose Milch erhalten, wird an anderen teilnehmenden Schulen die Aufklärungsarbeit über die Vorteile von Milch intensiviert. Nach zwei Jahren sollen Erkenntnisse darüber vorliegen, ob Preissenkungen oder pädagogische Impulse wirkungsvoller sind.
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