Grugapark zum Weltkindertag ein riesiger Spielplatz
19.09.2011 | 08:00 Uhr 2011-09-19T08:00:00+0200
Essen.Sonntag war Weltkindertag – und der Grugapark verwandelte sich in einen einzigen großen Spielparcours. Gratis durften sich die Kinder auf einem Indianerpfad austoben und "Bio"-Apfelsaft der Naturschutzjugend schlürfen.
Selbstgepresster Apfelsaft, Riesenheuschrecken zum Anfassen, oder der blinde Gang über einen Indianerpfad – während es für die Großen am Wochenende ein prall gefülltes Programm auf den Bühnen von „Essen Original“ gab, bot die Gruga am Sonntag „Spielend Kultur entdecken“ für die Kleinen: Am Weltkindertag konnte sich der Nachwuchs unter diesem Motto am Sonntag gratis im Grugapark austoben. Körperliche und geistige Herausforderungen erwarteten neugierige Vier- bis Zwölfährige an über einem Dutzend Stationen. „Bewegungsbaustelle“, „Rollenrutsche“ und „Bobby-Car-Parcours“ galt es – unter Aufsicht der Übungsleiter – zu überwinden. Denn „wer sich nicht bewegt, bleibt sitzen!“, so das Hinweisschild der ersten Station.
Erfahren durch Erleben
Das sei auch der Sinn des Kinderfestes, erklärte Eckhard Spengler, Pressesprecher des Grugaparks. „Erfahrungen mit Natur, Technik und Sport sind wichtig für die Kinder. Anfragen von Spiele-Konsolen-Hersteller lehnen wir jedes Jahr ab.“ An diesem Tag sollten die Kleinen selbst aktiv sein, auch mal mit den Eltern zusammen. Außer am Zwischenstopp Bühne hieß es Erfahren durch Erleben. Da gingen Oberbürgermeister Reinhard Paß und Umweltdezernentin Simone Raskob mit bestem Beispiel voran und eröffneten das große Seifenkistenrennen. 44 junge Teilnehmer taten es ihnen gleich und sausten mit rund 40 Stundenkilometern den Hügel an der Kranichwiese zum Margaretensee hinunter. Bestzeit: knapp 18 Sekunden für 300 Meter.
Wer sich lieber schleichend fortbewegte, konnte sich auf den Indianerpfad wagen – barfuß und mit verbundenen Augen. „Die Station ist die allerbeste, hier ist es so geheimnisvoll!“, freute sich Justin und holte sich stolz den Stempel für den Spielpass ab. Zuvor musste der Zehnjährige Steine, Stroh und Korken mit den blanken Füßen ertasten.
„Ich will das mal anfassen“
Beneidenswert mutig zeigte sich auch der neunjährige Paul am Terrarium vom Infostand „Schule Natur“. „Ich will das mal anfassen“, sagte er zu Diplombiologe Andreas Sarazin. Und der setzte ihm sogleich die acht Zentimeter lange Dornschrecke auf die Hand. Wo sich unsereins nur ekeln würde, staunte Paul freudestrahlend: „Sieht aus wie eine Riesenameise!“
Harmlos, mild und lecker war dagegen der „Bio“-Apfelsaft, der bei der Naturschutzjugend selbst gepresst und probiert werden durfte – 14 Kilo Früchte benötigt man für nur einen ganzen Kasten Saft. Genug Zeit blieb dafür jedenfalls, bei der Warteschlange zum Kinderschminken. Kinder sind schnell zu begeistern. Und das immer noch ganz ohne Computerspiele.
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