Grugapark in Essen freut sich über Besucherstrom
10.04.2011 | 19:08 Uhr 2011-04-10T19:08:00+0200Essen. Der Grugapark in Essen freut sich darüber, dass im ersten Quartal 2011 weit mehr Besucher als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs in den Park strömten. Trotz der Mehreinnahmen können aber weder das Kneipp-Becken, noch der Badepool gehalten werden.
Gibt es Schöneres als Frühling im Grugapark? Nach den paar Regentagen explodiert die Blütenpracht in der Sonne. Selbst Parkleiter Thomas Hanster kann nach fast 30 Jahren in der Gruga noch staunen: „Das ist jedes Mal fantastisch.“ Dieser Ansicht sind ganz offensichtlich immer mehr Essener, die zunehmend den Wert der grünen Lunge in zentraler Lage entdecken, „auch wenn das Parkleuchten natürlich ein unglaublich guter Saisonauftakt war.“ Selbst bereinigt lassen die Zahlen die 87 Mitarbeiter optimistischer in die Zukunft blicken. Unterm Strich strömten im ersten Quartal dieses Jahres 176.000 Besucher (nur Einzelkarten) in den Park, über 100.000 mehr als 2010. Auch bei den Dauerkarten verdoppelten sich die Zahlen – auf 4300 verkaufte Tickets. Das unerwartete Einnahmeplus von 180.000 Euro wird in der Parkkasse bleiben und nicht auf den Verlustausgleich angerechnet.
Sparkurs geht weiter
„Wir können jetzt schon sagen, dass wir das Schlussergebnis von 2010 übertreffen werden“, sagt Thomas Hanster. Das Geld kann der Park dringend gebrauchen: Mit sechs Millionen Euro muss die Gruga 2011 auskommen, vor zwei Jahren ließ sich die Stadt den Park noch sieben Millionen kosten. Die leicht erhöhten Eintrittspreise dürften das Loch etwas schließen. Am Sparkurs wird das aber nichts ändern : 2012 werden noch einmal 700.000 Euro gestrichen.
Kneipp-Becken und kleiner Badepool müssen aufgegeben werden
„Wir bewegen uns hier wirklich an der Grenze“, erklärt der Parkleiter, der nicht nur die Pflege in den Randbereichen zurückfahren muss , sondern nun auch das „Aus“ für zwei beliebte Treffs in der Gruga verkündet: Die Kneipp-Becken, seit 1965 fester Bestandteil, und die kleinen Badepools werden aufgegeben. Rund 50.000 Euro würde eine Sanierung kosten, vor allem müsste an beiden Standorten eine Wasseraufbereitung eingebaut werden, so schreiben es jedenfalls verschärfte Hygienebestimmungen vor: „Das können wir uns gar nicht leisten.“ Denn auch der Unterhalt belastet die Parkkasse mit rund 50.000 Euro jährlich.
Thomas Hanster hält den Verlust für verschmerzbar: „Bei den Wasserspielflächen haben wir noch viele andere Angebote.“ Mit dem Kneipp-Verein habe man sich geeinigt, er verlagert seine Aktivitäten zum Kurhaus und wird dort mit einer mobilen Kneippanlage für Ersatz sorgen: „Wir sehen das als sinnvolle Ergänzung zu den Kur vor Ort-Angeboten. Auch der Verein wird davon profitieren.“
Pools werden zu Kleinkinder-Spielplatz umgebaut
So ganz ungenutzt oder nur als Rasenfläche will Thomas Hanster die Becken aber nicht sehen: Bereits nach Ostern werden die Pools umgebaut zu einem eingezäunten Kleinkinder-Spielplatz, dazu will der Park dort das Klettergerüst aufbauen, das zurzeit im Eingangsbereich etwas deplatziert wirkt. Rund 15.000 Euro wird der Spielplatz kosten.
Die Kneipp-Becken dagegen sollen dem Barfuß-Parcours zugeschlagen werden, der damit einen sichtbaren Eingangsbereich erhält und eine deutliche Verlängerung. Die Becken werden abgerissen, „allerdings werden wir diesen Umbau über die ganze Saison strecken“.
12:44
Bereits nach Ostern werden die Pools umgebaut zu einem eingezäunten Kleinkinder-Spielplatz, dazu will der Park dort das Klettergerüst aufbauen, das zurzeit im Eingangsbereich etwas deplatziert wirkt.
Auf einem KLEINKINDER-Spielplatz wäre dieses Gerüst noch viel deplatzierter! Da brauchen wir dann einen Sicherheitsbeauftragten, der das Klettern, Durchrutschen und Abstürzen verhindert. Da bin ich mal sehr gespannt und frage mich, wem diese Lösung eingefallen ist. (Tagesmutter mit Grugajahreskarte und Kindern ab 2 Jahre, die da spielen wollen/werden).
11:58
@ #3:
Im Bereicht wird weder von Umsatz noch von Gewinn gesprochen. Nur ein unerwartetes Einnahmeplus wird erwähnt.
11:07
Wenn ich mir die Eintrittspreise des Grugaparks ansehe wundert es mich, dass über 100.000 Einzeltickets (ø2,50€) und 4300 Dauerkarten (ø 17,50€) nur 180.000 € zusammenkommen. Schliesslich wird im Beitrag von Umsatz und nicht Gewinn geschrieben...
09:35
Jo, genau. Und im Osten , Griechenland , Portugal und und und werden lachend die Milliarden verbraten. Und alle gucken zu und freuen sich, ob Rüttgers, Kraft, Merkel usw. , egal.
09:20
Schade, aber was will man machen. Überall fehlt das Geld.