Grüne werben für Ausbau der 105

Borbeck/Frintrop..  In knapp einem Monat, exakt am 8. März, stimmen die Oberhausener darüber ab, ob die Straßenbahnlinie 105 über die Essener Stadtgrenze hinaus verlängert werden und damit der Lückenschluss vollzogen werden soll.

Die Essener sind zwar nicht zur Abstimmung aufgerufen, das Thema wird aber auch hier, besonders in Frintrop, diskutiert. Die Grünen aus dem Bezirk IV (Borbeck, Schönebeck, Bedingrade, Frintrop, Dellwig, Gerschede, Bergeborbeck) machen den Lückenschluss der 105 zum Thema ihres nächsten öffentlichen Stammtisches (12. Februar, 20 Uhr) in der Gaststätte Krebs (Borbecker Straße 180). Peter Plew, Geschäftsführer der Oberhausener Grünen und Mitglied im Aktionskreis „Sag Ja zur 105“, wird als Referent erwartet, eine Power-Point-Präsentation soll die geplante Verlängerung noch einmal verdeutlichen.

Wie die Essener Grünen zur Verlängerung der Strecke stehen, geht schon aus der Einladung des Kreisverbandes hervor, die überschrieben ist: „Endstation an der Stadtgrenze – das ist provinziell“. Thorsten Drewes, für die Grünen in der Bezirksvertretung IV. Es sei schon damals ein Unding gewesen, dass Oberhausen nicht mitgezogen habe: „Wir stellen immer wieder fest, dass es an den Stadtgrenzen hakt.“ Nun habe man die große Chance zur Verbesserung des ÖPNV.

Buslinien nicht komfortabel

Die derzeitigen Buslinien seien alles andere als komfortabel, „und vom Bahnhof Borbeck braucht man mit dem Bus ewig bis nach Oberhausen“, erklärt Thorsten Drewes. Befürchtungen, durch die verlängerte Straßenbahnstrecke würde Kaufkraft in Richtung Oberhausen abfließen, hat er nicht. „Frintroper fahren doch heute schon nach Oberhausen – allerdings mit dem Auto. Und umgekehrt genauso. Wir wollen, dass auch die Oberhausener nach Frintrop kommen, aber möglichst nicht mit dem Auto, sondern mit der Straßenbahn.“

Abstimmen müssen die Essener nicht. Dafür setzen die Essener Grünen darauf, in der Nachbarstadt für den Ausbau zu werben, Verwandte und Freunde zu einem „Ja“ bei der Abstimmung zu motivieren. Thorsten Drewes: „Man muss allen klar machen, dass die Verlängerung der Strecke ein Gewinn ist.“