Grüne gegen neuen Co-Chef bei der EMG

Als „falsches Signal in Zeiten knappster Kassen“ kritisieren die Grünen die Schaffung eines zweiten Geschäftsführers bei der Essener Marketing GmbH (EMG), Die Personalie stand gestern im nicht-öffentlichen Teil zur Entscheidung an, flog dann aber kurzfristig von der Tagesordnung.

Bereits vor fünf Jahren habe der Rat beschlossen, Synergien durch die Zusammenlegung von Essener Wirtschaftsförderung (EWG) und EMG zu überprüfen, betonte Grünen-Fraktionssprecherin Hiltrud Schmutzler-Jäger vor der Sitzung. Doch der OB, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender von EWG und EMG, „hat diesen Ratsbeschluss bis heute nicht umgesetzt“. Es gelte, Doppelstrukturen abzuschaffen und die Zahl hochdotierter Geschäftsführer zu reduzieren. „Bei der Gesellschaft für Soziale Dienstleistungen Essen (GSE) haben wir gerade erfolgreich die zweite Geschäftsführung abgeschafft“, erklärte Schmutzler-Jäger, nun solle geprüft werden, wie die EMG effizienter gestaltet werden könne. Ob es für die Personalentscheidung einen zweiten Anlauf geben wird, blieb gestern offen.