Grüne fordern Verkauf von RWE-Aktien

Angesichts der heikeln Finanzlage der Essener Verkehrs-AG und ihrer Mutter-Gesellschaft EVV bringen die Grünen jetzt erneut den bislang stets abgelehnten Verkauf von RWE-Aktien ins Spiel. Mit dem könne sich die Stadt in einem ersten Schritt Luft verschaffen – bevor dann durch Fusion oder Kooperation mit anderen Nahverkehrsbetrieben Sparerfolge möglich seien.

Beim Aktienverkauf gälten aber offenbar Denkverbote an der Stadtspitze, klagen die Grünen, während gravierende Einschnitte ins Leistungsangebot der Evag bereits erwogen werden: Ein solcher „Kurs der Zerschlagung einer der wichtigsten Säulen der öffentlichen Daseinsvorsorge“ sei aber „mit den Grünen nicht zu machen“, betonte gestern Hiltrud Schmutzler-Jäger, deren Fraktionsvorsitzende im Rat.

Denn er stelle das für eine moderne, umweltbewusste Großstadt zwingend erforderliche gute Nahverkehrsangebot genauso in Frage wie alle Bekenntnisse des OB für eine grüne Hauptstadt oder aus dem Strategieprozess Essen 2030.