Größte Büronachfrage im Südviertel

Das Angebot an freien, vermietbaren Büroflächen in Essen wird in diesem Jahr nach Ansicht des Immobilienmaklers BNP Paribas Real Estate weiter zurückgehen. Zum einen rechnet auch die Immobilientochter der französischen Großbank BNP Paribas mit einer steigenden Nachfrage in Essen. Auf der anderen Seite werden zwar mehr Büros in diesem Jahr gebaut werden, aber die meisten seien bereits vorvermietet oder werden für den Eigenbedarf errichtet. Damit stützt die BNP die Prognose der Essener Wirtschaftsförderung.

Zwar fehlten dem Büromarkt wie berichtet im vergangenen Jahr die Großabschlüsse. Allerdings gebe es im Moment eine „gigantische Nachfrage“ nach kleineren Büroräumen bis zu 200 Quadratmetern, sagte Kristina Brockhoff, Prokuristin beim Maklerunternehmen Brockhoff & Partner. Viele Unternehmen suchten in der Nähe des Hauptbahnhofes, in Rüttenscheid und auch die Huyssenallee werde mittlerweile wieder stärker nachgefragt.

Nach der Auswertung von BNP Paribas lag das Südviertel, zu dem auch die Huyssenallee gehört, im vergangenen Jahr in der Gunst der Mietinteressenten vorn. Im Südviertel wurde demnach mit 22 500 Quadratmetern am meisten Fläche umgesetzt. Das Viertel löste damit auch den Citykern ab, der bislang die beliebteste Lage in Essen war, jedoch im vergangenen Jahr auf den dritten Rang der Vermietungsskala abrutschte. An zweiter Stelle lag Rüttenscheid/Bredeney, wo 15 500 Quadratmeter Bürofläche neu vermietet wurden.

Die Durchschnittsmieten für Büros in Essen schwanken je nach Lage zwischen sechs Euro für den Quadratmeter im Nordviertel bis zu 10,50 Euro in Rüttenscheid/Bredeney. Die Schmerzgrenze liegt für die meisten Mieter bei zehn Euro, so Kristina Brockhoff. Gleichzeitig erwarten immer mehr Büromieter eine attraktive Ausstattung – keinen Luxus – aber moderne Toiletten, strapazierfähige Böden, Sonnenschutz und einen aktuellen Kabelinfrastruktur. Laut Kristina Brockhoff ist die Nachfrage nach dieser Ausstattung häufig größer als das Angebot.