Graue Wölfe heulten leise
20.11.2011 | 19:35 Uhr 2011-11-20T19:35:00+0100
Essen.Das Treffen der türkischen Rechtsextremisten in der Grugahalle verlief am Samstag laut Polizei friedlich. Eine Gegendemo gab es nicht.
Der Kongress der vom Verfassungsschutz beobachteten „Föderation der Türkisch-Deutschen Idealistenvereine“ ist am Samstag laut Polizei ohne Zwischenfälle in der Grugahalle über die Bühne gelaufen. Zu dem Treffen der zur rechtsextremistischen „Graue Wölfe“-Bewegung gehörenden Vereinigung kamen Tausende im Bundesgebiet sowie in den Nachbarländern lebende Türken. Trotz des Streits um die Vergabe der städtischen Veranstaltungshalle an die Föderation, gegen die die Stadt und die Messe-Leitung keine rechtlichen Mittel eingesetzt hatten, erschienen einzelne Bürgerinnen und Bürger. Ihnen bot sich ein befremdliches Bild, wenn gar sie wohl sprachlich rein gar nichts verstanden.
Bereits kurz vor 13 Uhr standen rund 100 bis 150 Kongressbesucher auf dem Vorplatz der Grugahalle. Mit türkischen Fahnen in den Händen, Kopftüchern in den Nationalfarben oder Schals der Grauen Wölfe um den Hals wirkte die Menschentrauben wie die einer Gruppe von Ultras bei einem Fußball-Länderspiel. Der Geruch von gebratenem Fleisch zog von einem vor der Halle aufgestellten Döner-Stand hinüber. Weitere Menschentrauben kamen peu à peu per Reisebus oder Auto an. Bis auf die Regelung des Verkehrs trat die Polizei nicht in Erscheinung, wenngleich der Staatsschutz vor Ort war. Zwischendurch skandierten Gruppen Parolen auf Türkisch, die sie den Medien als Begrüßungsritual erklärten.
Das Bild in der Halle glich dem eines Parteitages. Neben dem Konterfei Atatürks prangte ein Ausspruch, den eine Hostess wie folgt übersetzte: „Welch’ Glück, dass ich sagen kann, ich bin ein Türke.“ Vor dem Beginn um 15 Uhr wurde die NRZ gebeten, die Halle zu verlassen. Mal hätte man sich einen Tag, mal eine Woche vorher anmelden müssen, machte ein Sprecher gegenüber Journalisten unterschiedliche Aussagen. Eine angeblich gesandte Einladung erhielt diese Redaktion aber nie.
12:12
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
11:58
Schade, dass die Bündnisse gegen rechts auf diesem Auge blind sind.Nur zur Geschichtskenntnis : Rechtsradikale Nazis gab und gibt es in ganz Europa. Italien, die Türkei und Griechenlanmd waren im 2. Weltkrieg ja auch Verbündete der Nazis. Auch ihre rechten Systeme sind 1945 zusammen gebrochen, genau wie in Deutschland. Sie haben heute dasselbe Neonaziproblem wie wir. Dass die Presse nicht in die Halle durfte ist doch sehr verwunderlich. Was hatte man zu verbergen ? Geht das nach Presserecht eigentlich, dass Journalisten sich zu einer öffentlichen Veranstaltung nicht akkreditieren dürfen ?
11:55
In einem anderen Artikel hieß es:
Zitat:
..."die Presse wurde der Halle verwiesen. Einer der Teilnehmer verglich die Veranstaltung mit dem „deutschen Karneval“. Es sei eine Art Folklore, bei der sich die Gruppe aus Deutschland mit Tanz und Gesang vorstellen. "
Na, da kann man ja beruhigt sein.
Was da aber skandiert wurde, ist wohl immer noch nicht so ganz klar.
Zitat:
"...Zwischendurch skandierten Gruppen Parolen auf Türkisch, die sie den Medien als Begrüßungsritual erklärten."
Das kann ja wohl alles bedeuten:
Von.... "Türkei,Türkei über alles"... bis .... "Wir ham die Haare schön."
Da kann man nur hoffen, dass unser Verfassungsschutz so gründlich
und effektiv arbeitet wie bisher.
Ich bin jedenfalls fest davon überzeugt! :-((
11:46
In der Türkei bekommen die Grauen Wölfe kein Forum. Warum in Deutschland? Warum lässt man sie hier agieren? Die Stadt hätte sich weigern können, die Halle zu vermieten.
08:46
Die Rechsparteitage der NSDAP verliefen auch immer friedlich. Die waren ja unter sich.
Tatsächlich verehren ein Teil der "Graue Wölfe" Adolf Hitler.
07:54
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
23:54
Interessant, wie viele Kommentatoren jeden Bericht über Rechtsextreme, seien es nun Deutsch oder Türken, dazu nutzen, um hier ihre Linken-Beschimpfung loszuwerden.
Natürlich gibt es die thematisierte Inkonsequenz. Schon Volker Pispers fragte in einem seiner Programme. "Was macht der antifaschistische Autonome, wenn er vor einem faschistischen Ausländer steht?"
Aber diese Inkonsequenz haben die Linken keinesfalls exklusiv. Den Reflex, alles in das bereits vorhandene Weltbild einzupassen, haben die Konserativen mindestens genauso, wie man ja gerade hier auf derwesten immer wieder beobachten kann.
Linken-Bashing, #3 Onkel Tobias hat völlig recht. Wo bleibt Claudia R. oder der SPD-Popbeaufragte?
Ich habe mit etlichen "LinksGrüninnen" über dieses Thema gesprochen, das Gestammele bei den Erklärungsversuchen war erhellend.
So tritt die selbstgerechte Bogotterie der guten Menschen offen zu Tage.
Denn wo sind denn die anderen? In Essen regieren keine Linken, die diese Veranstaltung hätten verhindern können. Wo waren denn z.B. CDU und SPD, die sich doch gerade mit bundesweiten NPD-Verbotsanträgen gegenseitig übertreffen? Wer von denen hat denn versucht, Rechtsradikalen eine Veranstaltung in der Grugahalle zu untersagen?
Zum lachen dieses gegenseitige aufeinanderzeigen. Du hast ja nichts getan. Bäh, aber die anderen ja auch nicht. Sind wir hier im Kindergarten?
Rechsradikale Veranstaltungen lassen sich nun mal nicht so einfach verbieten. Vor dem aushebeln der Meinungsfreiheit sind hohe gesetzliche Hürden gestellt. Das wurde schon bei der NPD mehfach versucht und ist oftmals nicht gelungen.
Und das ist auch gut so. Eine Demokratie muß auch andere sogar radikale Meinungen ertragen, solange keine Gewalt dabei im Spiel ist. Ansonsten verdient sie nicht Demokratie genannt zu werden...
22:16
sind halt doch nur auf Randale aus und wo wenig Polizei ist, macht denen das keinen Spaß.
Jeder Linke, der nicht da war, brauch sich demnächst bei der kleinsten rechten Demo nicht mehr melden. Verraten und verkauft.
20:42
Wo waren denn die berufsbetroffenen linken Freiheitskämpfer? Die sind doch sonst gut informiert und aus dem ganzen Bundesgebiet zur Stelle, wenn ein paar rechte Trottel in der Nase bohren.
Wenn es gegen die paar deutsche Rechte geht, sich "todesmutig" auf die Straße setzen, wenn man weiß, das von denen keine Gefahr ausgeht, ist billig.
Naja, laut Verfassungsschutz gibt es in D mindestens 1000 mal soviel gewaltbereite rechte Türken als ihre deutschen "Brüder im Geiste" zählen.
Da sind die Linksvermummten dann doch nicht so mutig!
Das Wort Feigheit kann man ja politisch korrekt in Toleranz ersetzen.
20:30
Ich denk, die Antifa ist gegen Rechtsextremisten. Waren die noch nicht ausgepennt?
Die Antifa ist nur gegen deutsche Rechtsextremisten.