Das aktuelle Wetter Essen 10°C
Essen

Graffiti für die City Vorläufer der Graffiti

03.06.2007 | 13:05 Uhr

Eltern und Kinder bemalen Bauzäune in der Innenstadt. Auch junge Künstler beteiligen sich.So erhält der Limbecker Platz etwas mehr Farbe

"Hier darf man nicht malen", ruft ein Mädchen. "Doch - heute schon", antwortet ihr ein Junge. Schmetterlinge, Unterwasserlandschaften oder Strände zieren seit diesem Wochenende den Limbecker Platz.

Mit Pinseln und Farbe ausgerüstet bemalen etwa 15 Kinder und deren Eltern die mehrere hundert Meter langen Bauzaun-Wände. "Das ist eine Kreativ-Aktion des Jugendzentrums ,Zack' in Gerschede", erzählt Sabine Wolf vom Zack. "Wichtig ist für uns, dass die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern malen", meint sie. "Und es sind tolle Sachen dabei 'rausgekommen."

Das findet auch Ralph Teuber, Centermanager vom Limbecker Platz. Er hat die Bauzäune im Bereich der Fußgängerzone zu "künstlerischen Aktivitäten" zur Verfügung gestellt.

Neben den Kindern und ihren Eltern haben sich auch andere an der Aktion beteiligt: Stefan Chruscz (22), Marc Koszitzki (21) und Martin Domagala (24) nennen sich "Kollektiv E" und haben die Skyline von Essen als Graffiti an die Bauzäune gesprüht. "Wir haben das neue Einkaufszentrum mit der Stadtlandschaft in Verbindung gebracht - mit dem RWE-Tower, Aalto-Theater und Zollverein", erzählt Domagala.

Fünf Stunden haben sie für ihr Graffiti, das am Limbecker Platz hinter der Bushaltestelle zu sehen ist, gebraucht. Dabei wurde auch die Polizei auf die drei Sprayer aufmerksam. Teuber schmunzelt: "Die Polizei war schnell vor Ort. Doch genauso schnell konnten wir die Legalität des Ganzen auch vor Ort bestätigen."Der Schriftzug "Kyselak", den der Österreicher Joseph Kyselak im 18. Jahrhundert auf Grund einer Wette an diverse Stellen schrieb, gilt als Vorläufer der modernen Graffiti. Weiterer Vorläufer: "Kilroy was here". Das schrieben US-Soldaten im Zweiten Weltkrieg an viele Stellen - verbunden mit einem Gesicht, länglicher Nase und zwei runden Augen.

Von Mona Schamp

Kommentare
Funktionen
Aus dem Ressort
Es regnet durchs Dach des sanierten Essener Hauptbahnhofs
Hauptbahnhof
Seit Monaten regnet es durch eine undichte Stelle im Dach des Hauptbahnhofs. Die Bahn will erst ein Gutachten erstellen – und dann reparieren.
Lkw im Sturm auf der A45 umgekippt - Autobahn gesperrt
Sturm
Vor schwerem Sturm warnen die Wetterdienste für Dienstag. Örtlich sind Orkanböen bis zu Windstärke 12 möglich. Wir berichten im Live-Ticker.
Sportbund will Krawallklubs vom Spielbetrieb ausschließen
Gewalt im Fußball
Beim Fußballgipfel am Montagabend in Essen stellten Espo und Fußballkreis Vertretern von 72 Vereinen Konzepte gegen Gewalt auf den Plätzen vor.
Wütende RWE-Fans auf dem Feld: Ordner öffneten Fluchttor
Rot-Weiss Essen
Während des Spiels gegen Rödinghausen (0:3) öffneten Ordner Fans das Fluchttor, damit sie Zaunfahnen abnehmen konnten. Einige missbrauchten das.
Warnstufe Rot: Im Wald ist es jetzt zu gefährlich
Wetter
Unwetterzentrale prognostiziert für heute vereinzelt Orkanböen von bis zu 110 Stundenkilometern
article
2080280
Graffiti für die City Vorläufer der Graffiti
Graffiti für die City Vorläufer der Graffiti
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/essen/graffiti-fuer-die-city-vorlaeufer-der-graffiti-id2080280.html
2007-06-03 13:05
Essen