Gottesdienst für die „Unbedachten“

Stadtmitte..  An jedem zweiten Dienstag im Monat feiern die christlichen Kirchen um 17 Uhr in der Domkirche, Zwölfling 12, einen ökumenischen Gedenkgottesdienst für die „Unbedachten dieser Stadt“. Den Gottesdienst am 14. Juli halten Pfarrer Olaf Deppe und Pfarrerin Brigitte Schneller. Zu den „Unbedachten“ zählen in Essen in jedem Jahr rund 250 Verstorbene, die auf Veranlassung des städtischen Ordnungsamtes eingeäschert und anonym auf Gräberfeldern bestattet werden müssen – weil keinerlei Vorsorge für die Beerdigung getroffen wurde und auch keine Angehörigen gefunden werden konnten. In den Gedenkgottesdiensten werden die Namen der Verstorbenen verlesen und in ein Gedenkbuch geschrieben, für jeden Namen wird eine Kerze entzündet. Auch die Funke-Mediengruppe unterstützt diese Form des Gedenkens: Vor dem jeweiligen Gottesdienst erscheinen in WAZ und NRZ sowie in den Wochenblättern des Stadtspiegels kostenlose Traueranzeigen, in denen die Namen der Verstorbenen aufgeführt sind. Die Gedenkgottesdienste für die Unbedachten finden abwechselnd in der Marktkirche und im Hohen Dom statt.