Gottesdienst für die „Unbedachten“

Foto: Jakob Studnar

Stadtmitte..  An jedem zweiten Dienstag im Monat feiern die christlichen Kirchen um 17 Uhr in der Domkirche, Zwölfling 12, einen ökumenischen Gedenkgottesdienst für die „Unbedachten dieser Stadt“. Den Gottesdienst am 9. Juni halten Pastoralreferent Michael Kampmann und Pastor Mag. Theol. Lars Linder.

Zu den „Unbedachten“ zählen in Essen in jedem Jahr rund 250 Verstorbene, die auf Veranlassung des städtischen Ordnungsamtes eingeäschert und anschließend anonym auf Gräberfeldern bestattet werden müssen – weil keinerlei Vorsorge für die Beerdigung getroffen wurde und auch keine Angehörigen gefunden werden konnten, die für eine Bestattung sorgen. In den Gedenkgottesdiensten werden die Namen der Verstorbenen verlesen und in ein Gedenkbuch geschrieben, für jeden Namen wird eine Kerze entzündet. „Auf diese Weise wollen wir daran erinnern, dass die Würde eines Menschen nicht mit seinem Tod endet“, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Essen (ACK), die die monatlichen Erinnerungsfeiern in Zusammenarbeit mit der Stadt Essen durchführt.

Auch die Funke-Mediengruppe unterstützt diese Form des Gedenkens: Vor dem jeweiligen Gottesdienst erscheinen in den Tageszeitungen kostenlose Traueranzeigen, in denen die Namen der Verstorbenen aufgeführt sind. Die Gedenkgottesdienste für die Unbedachten finden jährlich abwechselnd in der Marktkirche und im Dom statt.