Gottesdienst für die Unbedachten

Stadtmitte..  An jedem zweiten Dienstag im Monat feiern die christlichen Kirchen um 17 Uhr in der Domkirche, Zwölfling 12, einen ökumenischen Gedenkgottesdienst für die „Unbedachten dieser Stadt“. Den Gottesdienst am 10. Februar halten Pastor Michael Niekämper und Pfarrer Achim Gerhard-Kemper.

Zu den „Unbedachten“ zählen in Essen in jedem Jahr rund 250 Verstorbene, die auf Veranlassung des städtischen Ordnungsamtes eingeäschert und anschließend anonym auf Gräberfeldern bestattet werden müssen – weil keinerlei Vorsorge für die Beerdigung getroffen wurde und auch keine Angehörigen gefunden werden konnten, die für eine Bestattung sorgen. In den Gedenkgottesdiensten werden die Namen der Verstorbenen verlesen und in ein Gedenkbuch geschrieben, für jeden Namen wird eine Kerze entzündet.

„Auf diese Weise wollen wir daran erinnern, dass die Würde eines Menschen nicht mit seinem Tod endet“, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Essen (ACK). Auch die Funke-Mediengruppe unterstützt das Gedenken: Vor dem jeweiligen Gottesdienst erscheinen in den beiden Essener Tageszeitungen Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) und Neue Ruhr Zeitung (NRZ) sowie in den Wochenblättern des Stadtspiegels kostenlose Traueranzeigen mit den Namen der Verstorbenen.