Gewalt im Fußball - Staatsanwaltschaft klagt Spieler an

Nach zwei Gewalttaten im Essener Amateurfußball hat die Staatsanwaltschaft nun die Spieler angeklagt.
Nach zwei Gewalttaten im Essener Amateurfußball hat die Staatsanwaltschaft nun die Spieler angeklagt.
Foto: NRZ
Kieferbruch und Kopfnuss: Die Staatsanwaltschaft Essen hat wegen gefährlicher Körperverletzungen gegen zwei Amateurfußballer Anklage erhoben.

Essen.. Zwei Gewaltübergriffe im Essener Fußball dürften für die Täter jetzt auch strafrechtliche Konsequenzen haben: Die Staatsanwaltschaft Essen hat sie wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Ein Angeklagter hatte Mitte November beim Freizeitliga-Duell Aggro Bethesda gegen Rapid Essen den Schiedsrichter niedergeschlagen und ihm den Kiefer gebrochen. Der Spieler wurde lebenslang für den Fußball gesperrt. Der erste Termin vor Gericht war für August vorgesehen, wurde aber in den Herbst verschoben. Beim attackierten Schiedsrichter, der nach dem Angriff elf Tage im Krankenhaus lag, wurden gerade mit einem operativen Eingriff die Metallplatten wieder aus dem Kiefer entfernt.

Spielern drohen Schmerzensgeld-Zahlungen

Beim zweiten Fall, in dem jetzt Anklage erhoben wurde, hatte im Dezember ein Spieler der Ballfreunde Bergeborbeck einen Gegenspieler von Atletico Essen mit einer Kopfnuss niedergestreckt und ihm dabei die Nase gebrochen.

Beiden Fußball-Tätern droht eine Strafe. Außerdem könnten sie zu Schmerzensgeld-Zahlungen verurteilt werden.