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Messerstiche auf offener Straße

19.10.2010 | 11:30 Uhr
Messerstiche auf offener Straße

Essen/Marl.Laut Anklage missfiel dem Vater der Lebenswandel seiner Tochter. Auf der Stauderstraße in Altenessen attackierte der 48-Jährige aus Marl schließlich den Freund der ins Frauenhaus geflüchteten 18-Jährigen.

Ein Vater, der seine Tochter schlägt und ihren aus seiner Sicht zu westlichen Lebensstil massiv ändern will. So sieht die Anklage den 47-jährigen Zouheir R. aus Marl, der auf der Stauderstraße in Altenessen den Freund der Tochter mit einem Messer attackierte.

Seit Montag muss Zouheir R. sich gemeinsam mit Mohamed S. (40) und Walid R. (50) vor der XVII. Strafkammer verantworten. Es ist ein Stück aus einer anderen Welt, das Staatsanwalt Arpad Kali in der Anklage vorliest. Die 18-Jährige soll vom Vater oft verprügelt worden sein, weil ihm ihr Le­benswandel nicht gefiel. Am 23. Juli soll es zu einem schweren Übergriff gekommen sein, als sie sich weigerte, dem geschiedenen Onkel in Gladbeck den Haushalt zu führen. Der Vater habe sie an den Haaren gerissen, mit einem Schlüsselbund beworfen und bespuckt. In ihrer Not sei sie aus dem Fenster ge­sprungen, habe sich dabei das Sprunggelenk gebrochen und mit Hilfe ihres Freundes ins Essener Frauenhaus gerettet.

Dort spürten der Vater und seine Mitangeklagten das Pärchen auf, als es sich außerhalb des Frauenhauses traf. Es ist der 27. Juli, vier Tage nach der Flucht: Die Angeklagten springen aus einem Auto, die 18-Jährige rennt weg. Walid R. verfolgt sie, holt sie nicht ein.

Auf der Straße, es ist 19.11 Uhr, stoppen Zouheir R. und Mohamed S. den Freund. Laut Anklage entreißen sie ihm eine Tasche, in der zwei Goldschmuckstücke liegen, die ihm die Freundin anvertraut hatte. Dann soll Mohamed S. den zu Boden gedrückten 35-Jährigen festgehalten und Vater Zouheir R. 15-20 Mal auf ihn eingestochen haben. Fünfmal traf er, Schnittverletzungen erlitt das Opfer. Zum Schluss noch ein Tritt in den Magen, bevor der 35-Jährige weg rennt. Die von ihm alarmierte Polizei stellt die Angeklagten im Auto.

Vor Gericht versucht Zouheir R. den Eindruck zu entkräften, er habe ein strenges Regiment ausgeübt. Tatsächlich habe eine Frau aus dem Frauenhaus ihm gesagt, der neue Freund sei Frauenhändler und gefährlich. Außerdem habe die Tochter den Goldschmuck einer Nichte gestohlen. Den habe er zurückholen wollen. Das männliche Opfer sagt gegenüber seiner Aussage bei der Polizei stark abgeschwächt aus. Die 18-Jährige will nicht kommen, hat sie Richter Bernd Koß am Telefon mitgeteilt: Es sei nicht gut, was der Vater getan habe. Sie werde aber nicht aussagen, weil sie große Angst vor dem Vater und der Familie habe.

Stefan Wette

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Kommentare
19.10.2010
14:35
Messerstiche auf offener Straße
von schmittes | #11

@BorbeckerBefreiungsFront... Oh, ein paar Bürger sehen da einen begründbaren Sachbezug - haaaaaaa haaaaaaaaa haaaaaaaaaa Sie sind Komiker... der Bürger .........seien Sie doch ehrlich: Sie wollen wieder mit der Nazi-Keule auf einen Migranten hauen. Wir leben nicht mehr im Jahre 38 - Straftäter ist Straftäter, egal woher er kommt. Tut es mir weniger weh, wenn der Straftäter Deutscher ist? Ah, ich vergaß: Deutsche begehen ja keine Verbrechen.

19.10.2010
14:08
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von rf | #10

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19.10.2010
13:43
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von BorbeckerBefreiungsFront | #9

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19.10.2010
13:41
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von schmitte | #8

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19.10.2010
13:37
Messerstiche auf offener Straße
von BorbeckerBefreiungsFront | #7

#5
Bitte unterscheiden lernen: Information ist eine Sache, Bewertung eine andere.
Verwehre mich gegen die Unterstellung des Hasses.
Ja, Name ist Programm, aber der Kampf (noch unbewaffnet) gilt einer unfähigen Verwaltung und lähmenden Strukturen.

19.10.2010
13:08
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von Franz Butt | #6

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19.10.2010
13:04
Messerstiche auf offener Straße
von Motor Ration | #5

@BorbeckerBefreihungsFront... na, Ihr Name ist wohl Programm, Kamerad!!! Was spielt das für eine Rolle, woher der Täter kommt? Sie wollen nur Ihren Hass bestätigt wissen. Armes Licht.

19.10.2010
12:44
Messerstiche auf offener Straße
von BorbeckerBefreiungsFront | #4

Das ist kein Stück aus einer anderen Welt. Das ist hier in Deutschland hier in unserer Stadt.
Bloß wir gucken da nicht so gerne hin.
Ich halte es für Zensur, wenn nicht berichtet wird aus welchem Land die Täter stammen. Das ist eine Information, die für meine Urteilsbildung wichtig ist.
Schade dass mir die Redaktion diese Informationen nicht geben will..

19.10.2010
12:30
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von Schwarze Weisheit | #3

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19.10.2010
12:17
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von Karl Martell | #2

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