Hanf-Plantage: Erstes Urteil
30.04.2009 | 15:22 Uhr 2009-04-30T15:22:00+0200Erstes Urteil im Prozess um den Betrieb einer Hanf-Plantage auf dem zur Familie Prison gehörenden Olsberg-Gelände in Katernberg. Die VI. Strafkammer verurteilte am Donnerstag Linda L. (28) wegen Drogenbesitzes zu sechs Monaten Haft mit Bewährung.
Das Verfahren gegen die Rumänin war aus dem Verfahren gegen fünf Angeklagte abgetrennt worden, weil sie bei den Hauptanklagevorwürfen keine große Rolle spielte.
Festgenommen worden war sie am 14. November 2008, als die Polizei die Hanf-Plantage an der Emscherstraße aushob. Laut Anklage hatten dort Vater und Sohn Prison, aus Altenessen stammende Schrotthändler, gemeinsam mit dem noch flüchtigen Holländer Björn D. im großen Stil Haschisch angebaut. „Erntehelfer“ wohnten in einer Wohnung an der Altenessener Straße, die einer Tochter von Georg Prison sen. gehören soll. Dort lebte auch Linda L., die fürs Kochen und Putzen gesorgt haben soll. Als Freundin des wegen seiner Körpergröße von 2,05 Meter „der große Björn“ genannten Holländers soll sie die Helfer aber auch überwacht haben.
130 Gramm Haschisch gefunden
Dazu machte die 28-Jährige in ihrem Geständnis am Donnerstag keine weiteren Angaben. Sie gab lediglich zu, dass die bei ihr gefundenen 130 Gramm Haschisch ihr gehörten. Dafür wurde sie verurteilt.
Halbes Jahr Untersuchungshaft
Viel Aufklärungshilfe steuerte sie nicht bei. Die Rumänin, die als Beruf mal Tänzerin und mal Hausfrau angibt, erklärte, dass sie Vater und Sohn Prison nicht kenne. Zu ihrem angeblichen Freund Björn D., nach dem die Polizei immer noch fahndet und den sie in den Niederlanden vermutet, machte sie ebenfalls keine Angaben. Nach einem halben Jahr Untersuchungshaft kam sie jetzt frei. -ette
Hanf-Plantage: Der Junior als Zeuge
12:06
Die VI. Strafkammer verurteilte am Donnerstag Linda L. (28) wegen Drogenbesitzes zu sechs Monaten Haft mit Bewährung
Poah, das macht die sicher nie, nie wieder bei diesen drakonischen Strafen.