Gnadengesuch für verurteilten Christoph Broelsch
12.08.2011 | 10:14 Uhr 2011-08-12T10:14:00+0200
Essen/Dortmund.Trotz der Verurteilung zu drei Jahren Haft ist das Kapitel um den Essener Starchirurgen Christoph Broelsch noch nicht geschlossen. Wie der Focus berichtet, hat der Dortmunder Jurist Michael Balke ein Gnadengesuch bei Bundespräsident Wulff gestellt.
Der Essener Starchirurg Christoph Broelsch muss für drei Jahre ins Gefängnis. Dieses Urteil des Landgerichts Essen hatte der Bundesgerichtshof im Juli bestätigt und die Revision verworfen. Weil er todkranke Krebspatienten oft nur gegen Bezahlung von bis zu 20.000 Euro operierte, wurde Broelsch wegen Bestechlichkeit, Betrug und Steuerhinterziehung verurteilt. Doch das Kapitel ist noch nicht abgeschlossen.
Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, sieht ein ehemaliger Patient des Transplantationsmedizinersin der Haftstrafe für den Chirurgen eine „grobe Unverhältnismäßigkeit“. Er hat ein Gnadengesuch an Bundespräsident Christian Wulff (CDU) gestellt. Broelsch war der Leibarzt seines Vorvorgängers Johannes Rau (SPD). Der Verfasser des Gnadengesuchs ist Michael Balke, ein Jurist aus Dortmund. Er zählt zu einer Gruppe zufriedener Broelsch-Patienten.
08:18
vor dem gesetz sind alle gleich hahahahaha nicht wenn man kohle und die richtigen beziehungen hat.
willkommen in der bananen republik deutschland.
11:24
was ich noch vergaß: Broelsch Unterstützergrüppchen scheute sogar nicht davor zurück, Dioenstaufsichtsbeschwerden gegen diejenigen zu stellen, die beruflich mit dem Fall zu tun hatten. Und deren Arbeit sich jetzt als selbstverständlich richtig erwiesen hat. Was da im Vorfeld und im LaUFE des Prozesses lief war schon keine Marketingarbeit mehr, das war Psychoterror.
18:08
# Verwaltungstechnisch ist ihm etwas aus dem Ruder gelaufen??? ich glaub ich spinne...der gute Prof. hat gelogen und betrogen. Er quasi Patienten und deren Anghörigen die alles für den Schwerkranken getan hätten die Pistole auf die Brust gesetzt..sie alle wurden genötigt einen bestimmten Betrag auf sein Konto zu zahlen und nicht an das Krankenhaus. Er hat Steuerhinterziehung begangen....jeder Andere muss dafür in den Knast und auch der Prof....gleiches Recht für Alle.....
14:51
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14:45
Ob jetzt Haft wirklich sein muß, weiss ich nicht. Prof. Broelsch hat sich in der Tat vorbildlich um die Patienten gekümmert. Abrechnungstechnisch ist ihm das ja bekanntermassen aus der Spur gelaufen. Was mich wundert ist, dass die Mitwisser/-täter (Prof. Frilling, Privatsekretärin Fr. Müllejans) ungestraft davon gekommen sind.
14:32
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13:49
Was haben Broelschs Anhänger im Vorfeld und während des Prozesses nicht alles getan. Sie haben Kontakte zu Ministerialen und Politikern genutzt, um von einem Prozeß abzuraten, sie haben sich - so Pressesprecher UC - über die Berichterstattung von Journalisten bei Chefredaktionen beschwert, sie haben abends bei Journalisten angerufen, um die Berichterstattung gerade zu rücken, sie haben von Broelsch mies behandelte Patienten in der Öffentlichkeit lächerlich gemacht, sie haben selbst nach dem Schuldspruch versucht, eine Journalistin bei Radio Basel zu diskreditieren. Und nun? Jetzt Gnade vor Recht für einen uneinsichtigen Steuerbetrüger, Betrüger und Nötiger? Was sind das nur für Menschen. Ohne jegliche Moral!
20:29
Bei dem, was M. Balke hier von sich gibt,
halte ich eine Untersuchung auf seine Zurechnungsfähigkeit,
bei seinem Beruf für unausweichlich.
Die Informationen unter
http://www.transplantation-information.de/organhandel/kongress/morgenpost_broelsch.html
sprechen für sich.
Danke an #53
19:18
Als ein Hamburger Pfleger in einer Pflegezeitschrift schrieb, er habe sich im Operationssaal wie ein Handlanger bei einer Tötung gefühlt und für immer den Operationsdienst quittiert, mußte er sich in einer erbosten Erwiderung von dem Transplanteur Christoph Broelsch vorwerfen lassen, damit habe er sich ein Stück weit vom Menschsein entfernt.
Hier die Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8672532.html.
Er stand schon häufig in der Kritik. Link: http://www.transplantation-information.de/organhandel/kongress/morgenpost_broelsch.html.
Bin gespannt, was weiter passiert.
15:23
Wenn Broelsch nicht einfährt - wer dann? Seine Patienten, die er betrogen hat und denen er das Geld abknöpfte?