Gewalt kennt jede Nation
12.02.2009 | 19:06 Uhr 2009-02-12T19:06:00+0100Türkische Wurzeln, geboren in Essen. Angeklagt, weil er seine Ehefrau nach der Trennung belästigt hatte. Im Prozess kam es zwischen dem Angeklagten und dem Vertreter der Staatsanwaltschaft zu einem Disput über das Frauenbild anderer Kulturen. Amtsrichter Rolf Märten glättete die Wogen.
Schön war es nicht, wie der 36-Jährige aus Altenessen sich gegenüber seiner Ehefrau verhielt, als diese ihn aus der Wohnung warf. Ständig klingelte er an der Wohnungstür, rief an, schickte SMS und drohte ihr, bald passiere was. Und das, obwohl sie ihm per Gericht verboten hatte, sich ihr weiterhin zu nähern.
"Harte Sachen gesagt"
Einsichtig ist der Angeklagte, indem er vor dem Amtsgericht Essen die Taten zugibt. "Das waren schon harte Sachen, was ich gesagt habe." Richtig schuldbewusst ist er aber nicht immer: "Nichts von dem, was ich gemacht habe, habe ich wahr gemacht." Die Trennung, so erzählt er, erfolgte, weil er aus einer anderen Beziehung ein uneheliches Kind bekam. Das wollte die Mutter seiner anderen drei Kinder verständlicherweise nicht hinnehmen. Vor Gericht betont die 25-Jährige, dass es Kontakte nur wegen der Kinder geben müsse. Sie selbst wolle keinen Kontakt mehr mit ihm.
Ein klarer Fall
Eigentlich ein klarer Fall. Amtsanwalt Sattler nutzt das Plädoyer aber zu grundsätzlichen Ausführungen über das Frauenbild "bei uns und in anderen Kulturkreisen". Fünf Monate Haft mit Bewährung fordert er, außerdem eine Geldbuße in Höhe von 600 Euro.
Der Angeklagte fühlt sich mit Sattlers Kritik als Türke angegriffen: "Die Art und Weise, wie man meine Kultur beschuldigt, ist erniedrigend. Die Türkei ist kein kulturloses Land. Da ist die Frau genausoviel wert."
"Als Mensch falsch verhalten"
Amtsrichter Märten hält von derartigen nationalen Eingrenzungen offenbar nicht viel. Auf eine Geldstrafe in Höhe von 800 Euro (80 Tagessätze) erkennt er und spricht den kleinen Disput an: "Das Gewaltopferschutzgesetz ist für alle gemacht, für Deutsche, für Türken. Gewalttätige Übergriffe sind auch nichts für die Türkei typisches, die gibt es überall." Und dann spricht er den Angeklagten persönlich an: "Sie stehen vor Gericht, weil sie sich als Mensch falsch verhalten haben, nicht als Türke. Und da hat Ihre Frau guten Grund, von Ihnen nichts mehr wissen zu wollen."
22:50
Mir gefällt am Besten, dass AA Sattler mit seinem Antrag mal so richtig daneben gelegen hat. Die Plädoyers von Sattler sind immer sol selbstherrlich und selbstgerecht, dass es gut tut, wenn ein unabhängiger Amtsrichter ihm Mal zeigt, wer das Sagen hat.
22:07
@ #7 JuergenGojny
Sie bringen es auf den Punkt.
@ #2 bukowski
So etwas wie Sie muss man wohl als Ewig Gestrigen bezeichnen.
19:21
Den ***********, die am liebsten alle Muslime der Welt adoptieren möchten, natürlich auf Kosten der Allgemeinheit, wird es so gehen wie den Kommunisten bei ihrem Drittwelt-Engagement während des Kalten Kriegs: Während die Letzteren mit Entsetzen feststellen mußten, daß sie trotz ihrer Ideologie weiß waren, werden erstere noch früh genug merken, daß sie in den Augen der Muslime nichts als Ungläubige bleiben.
21:49
Warum werden solche Leute nicht einfach abgeschoben und fertisch!!???
18:46
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
14:40
@ bukowski #2
Stimmt! Und seit dieser Zeit ist man insbes. in einem Großteil der türkischen Bevölkerung stehen geblieben, während sich andere Nationen kontinuierlich weiter entwickelt haben.
19:38
Wie lange wird es noch dauern bis auch der Islam erkennt das Frauen gleichberechtigte Menschen sind. Obwohl auch in unserem ´´ Kulturkreis`` es an vielen Ecken und Enden fehlt.
10:29
Und während Villariba schon feiert wird in Villabjo noch geschrubbt....
10:20
Während unsere Hochkultur noch in die Strassen die Notdürfte verrichtete, bei absolut jeder Krankheit, ob Fusspilz oder Herzjagen zur Ader gelassen wurde, gab es bei den Orientalen bereits die ersten Ärzte.
Deshalb kann man über diesen kulturlosen ersten Kommentar nur schmunzeln.
08:21
Die Türkei ist kein kulturloses Land.
Wie geil ist das denn? :o)