Betrugsskandal um Diesel-Filter nur ein Familiendrama
18.02.2010 | 15:34 Uhr 2010-02-18T15:34:00+0100
Essen/Gladbeck. Der Skandal um nicht funktionierende Nachrüstfilter für Dieselfahrzege ist laut des Gladbecker Angeklagten Jörg A. (39) vor allem ein Familiendrama. Immer sei er gedrängt worden, Produkte übereilt zur Marktreife zu bringen, erzählt er aus dem Alltag des Familienunternemens
Ungewöhnlich für Wirtschaftsstrafprozesse vor dem Landgericht Essen: Manchmal versiegt dem gelernten Schmied die Stimme, scheint er zu weinen. Mit Bruder und Vater hatte er das Unternehmen an der Haldenstraße geleitet. Als die Bundesregierung 2005 eine Förderrichtlinie für das Nachrüsten von Dieselfahrzeugen mit Rußpartikelfiltern verabschiedete, wurde die Gladbecker Firma schnell aktiv. 2007 verkaufte das Unternehmen rund 70.000 der nutzlosen Filter und machte damit rund 22 Mio Euro Umsatz.
#Laut Anklage erreichte das Unternehmen die Zulassung seiner Filter nur dadurch, dass Jörg A. das eigentlich vernichtende Testergebnis eines Labors am Computer verfälschte. Der Test hatte ursprünglich ergeben, dass die GAT-Nachrüstfilter "vollkommen wirkungslos" seien.
Vor der XXI. Strafkammer räumte Jörg A. jetzt ein, dass er das Testresultat gefälscht habe. Die Vertriebsseite der Firma, damit meint er wohl seinen Bruder, habe Druck auf ihn ausgeübt, möglichst schnell Filter zu entwickeln. Er habe sich um alles kümmern müssen im Betrieb. Sein Verteidiger Holtkamp bekräftigt die Einschätzung des Mandanten: "Was ihm aufstößt: Als ob er der Einzige war, der den Karren zog. Die familiären Beziehungen sind jetzt sehr verworren. Sein Bruder nennt ihn auch nicht mehr Bruder, sondern Gegenpartei."
Zwölf Prozesstage sind vorgesehen. Nach dem Geständnis des Angeklagten dürfte die Verhandlung aber schnneller beendet werden.
10:43
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16:50
Riesenbetrug und trotzdem mit erhobener Nase. So kann man die Sippe A. immer noch erleben. Man kann sich nur wundern über so viel Arroganz.
Aber man hofft immer noch, dass die Mühlen der Gerechtigkeit nicht außer Betrieb sind.
Ein Nichtbetroffener
19:58
Und , was bekommt er ?
Dreimal dürft Ihr raten :
2 Jahre auf Bewährung !
15:16
70000-facher Betrug und der Gewinn daraus?
Es wird niemand hinter Gittern gehen, denn der Angeklagte ist ja sozusagen unschuldig und die Anderen werden nicht belangt.
Alle leben weiter wie bisher im Luxus. Man muß sich doch nur einmal die Häuser, die Pferde und den Fuhrpark ansehen.
15:05
70000 verkaufte nutzlose Filter = 70000-facher Betrug. Die gehören hinter Gitter, aber ALLE !!!
10:00
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09:11
Frage an den Verfasser dieses online Artikels:
warum wird hier der volle Zuname n i c h t genannt ?
sondern nur in der Print-Ausgabe - Amft - !
komisch ist wieder da handelt es sich um einen Deutschstämmigen
schon wird Vor- und ! Zuname genannt !!
sicher wirds wieder gelöscht
da es stimmt ! und das hat die WAZ nicht so gerne !
08:57
#5 balladure
Eben nicht! Die Meisten die sich gekümmert haben wurden von den einbauenden Werkstätten immer wieder vertröstet auf einen vermeintlich neuentwickelten Filter der Fa. GAT zu warten. Ausbau und ersatz durch einen funktinoierenden Filter eines anderen herstellers wurde abgelehnt mit dem Hinweis, dass der Beweis der absoluten Unwirksamkeit des Filters noch nicht erbracht wurde. Die Werkstätten haben nämlich auch Angst auf den Kosten sitzenzubleiben weil GAT ja immer das Damokles Schwert der dann drohenden Insolvenz angeführt hat. Es mag Einzelfälle geben die sich einen Austausch vor Gericht erstritten haben. Geben Sie doch bitte das Aktenzeichen bekannt, so dass man sich darauf beziehen kann.
Es muß sich bei diesem Urteilen allerdings nicht um urteile handeln die von anderen Gerichten ähnlich entschieden werden, denn Sie wissen ja, in der Liebe und vor Gericht ist nichts sicher!
05:46
#5
so so
dann sind alle - blöd -
na gut dass Sie dann gescheit sind/waren.
machen Sie doch das AZ öffentlich
und helfen Sie den Blöden ? !!!!!
22:34
@ 2:
Sie schreiben Blödsinn!
Jeder, der sich gekümmert hat, hat auch sein Geld zurückbekommen!
Falls nötig, kann ich Ihnen Aktenzeichen des entscheidenen Gerichts nennen!
Aber offenbar alle, die sich von GAT einen Dieselfilter kauften und einbauen ließen, sind zu blöde um ihre Ansprüche anzumelden und durchzusetzen!
Es gibt aber nachweislich auch Nichtblöde!