Bandido nennt Verbrechen „dumm gelaufen“
07.05.2020 | 02:00 Uhr 2020-05-07T02:00:00+0200
Essen. Ein Gastronom und Bandido hat vor Gericht ein Teilgeständnis abgelegt. Der Staatsanwalt wirft dem 34-Jährigen unter anderem Drogenhandel, Einbrüche und Bedrohung vor.
Er fühlt sich verkannt, als viel zu schwergewichtig eingeordnet. Nur zum Teil räumt Bandido-Mitglied und Edel-Gastronom Carsten G. (34) ein, was Staatsanwalt Tim Engel ihm vor der VI. Strafkammer vorwirft.
Kokainhandel, Einbrüche, Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetz gehören zu den zwölf Anklagepunkten. Ähnlich vielschichtig ist der Angeklagte selbst. Schon bei seinem Beruf muss der gelernte Gas- und Wasser-Installateur nachdenken. Eine Securityfirma hatte er, arbeitete auch selbst als Türsteher, doch zuletzt hat er in Werden das „Himmel & Äd“ betrieben und, ja, auch im „Rossi-Club“ neben der „Fabbrica italiana“ Veranstaltungen gemanagt. „Gastronom“, so gibt er schließlich seinen Beruf an.
Koch brachte seinen Chef vor Gericht
Als Hort der Edel-Gastronomie galt sein Restaurant in Werden, traut man manchen Hochglanzveröffentlichungen über das Team Carsten G. und seinen Koch Krystian K., der tolle Gerichte gezaubert haben soll, bevor er seinen Teilhaber in U-Haft und vor Gericht brachte: Fast alle Vorwürfe der Anklage beruhen auf der Aussage des Kochs, der mittlerweile selbst wegen Betruges in U-Haft sitzt.
Eine schillernde Geschichte. Carsten G. will im Sommer vergangenen Jahres den Koch kennengelernt haben. „Ein witziger Typ“, sagt er noch heute, aber auch ziemlich durchgedreht und anstrengend. Immer wieder habe es Ärger mit dem 28 Jahre alten Koch gegeben, der in Werden die Hotelrechnung prellte und so für ein schlechtes Image des „Himmel & Äd“ sorgte. Schlecht geredet wurde auch, erinnert sich Carsten G.: „Da gab es die Gerüchte in Werden, dass die Bandidos ein Lokal betreiben.“ Vielleicht lag das auch daran, dass er damals gerne kurzärmelig seine Tattoos präsentierte.
Laut Anklage soll Carsten G. siebenmal den Pächter der Vereinsgaststätte eines Tennisclubs in Haarzopf mit jeweils 250 Gramm Kokain beliefert haben. Außerdem soll er den Diebstahl einer goldenen Rolex „Yachtmaster“ (Wert 19.060 Euro) in Auftrag gegeben und dafür nur 6000 Euro bezahlt haben.
Angeklagter soll in Restaurant eingebrochen sein
Mit seinem Koch und anderen Komplizen, alle maskiert mit Sturmhauben und zum Teil bewaffnet, soll Carsten G. zudem nachts in die Lagerräume eines Edel-Italieners am Hauptbahnhof eingedrungen sein. Koch Krystian K. wählte laut Anklage 80 Kisten hochwertiger Weine, Schnäpse und Champagner aus, den Rest luden sie auf einen Kleinlaster. Weil Nachbarn die Polizei alarmierten, ließen die Diebe die 40.000 Euro teure Beute zurück. Den Einbruch bestreitet er, die Rolex-Geschichte räumt er zum Teil ein. „Dumm gelaufen“, sagt er.
Im Tennisclub soll Carsten G., der im „Chapter Oberhausen“ Bandido-Mitglied (Full-Member) war, von einem Gast 1000 Euro erpresst haben, weil dieser sich abfällig über den Club geäußert hatte. Zum Teil räumt G. auch dies ein. „Eine Geldbuße war das“, erklärt Verteidiger Reinhard Peters. Komplett abgestritten wird, dass G. geplant hatte, am 13. April auf einen Konvoi der „Hells Angels“ zu schießen, der auf dem Weg zum Duisburger Landgericht war.
13:15
Casi müßte man für alle Zeit wegsperren.
19:54
warum sollen rocker weg??? schlimme kindheit wow kennst du den casi ???? klar freispruch
16:17
RICHTIG FREISPRUCH :D
00:57
Freispruch für Casi !!!!
14:39
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15:04
Der hatte bestimmt eine schlimme Kindheit, und daher bitte maximal 2 Jahre auf Bewährung.
06:13
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00:45
das ganze kraut muss weg!!! rocker sind seit der 80er out!!!!!!
18:50
Der Typ ist doch nicht ganz frisch in der Rübe:-)