Geplantes Still-Leben 2011 in Essen-Werden fällt aus
15.02.2011 | 16:10 Uhr 2011-02-15T16:10:00+0100
Essen-Werden. Ein Ein Still-Leben wie im letzten Jahr auf der A40 sollte in diesem Jahr auf der Straße am Ruhrufer in Essen-Werden gefeiert werden. Wegen Bauarbeiten fällt das nun allerdings ins Wasser. Die Veranstaltung soll nun 2012 stattfinden.
Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Ruhr.2010-Spektakel auf der A40 sollte sich Werdens Ruhrufer in ein Stillleben verwandeln. So hatten Frank Hahn, Tobias Honacker und zahlreiche Befürworter wie Heimat- und Bürgerverein, Karnevalsgesellschaften und Musiker sich das vorgestellt. Auch die Bezirksvertretung fand Gefallen an dem Projekt zur Alltagskultur, wie ihr Verwaltungsbeauftragter Karlheinz Speder den Initiatoren am gestrigen Dienstag versicherte.
Auf die Euphorie-Bremse treten musste aber das städtische Baustellenmanagement. Sein Verdikt: Durch die Kanalbauarbeiten sei eine Umsetzung in diesem Jahr weder sinnvoll noch realistisch.
„2012 ist die Lage deutlich entspannter“
„Diese Sicht können wir natürlich nachvollziehen“, so Hahn. Aber aufgeschoben sei nicht aufgehoben. „2012 wird die Lage deutlich entspannter sein. Deshalb haben wir einvernehmlich entschieden, die Veranstaltung erst im nächsten Jahr durchzuführen. Wir denken an einen Termin Anfang Juli.“ Das konkrete Datum soll mit allen Verantwortlichen sowie anderen Veranstaltern abgestimmt und möglichst bald bekannt gegeben werden. Dabei will man Kollisionen etwa mit der Meile in Kettwig oder wichtigen Spielen der Fußball-EM unbedingt vermeiden.
1,4 Kilometer Still-Leben
Hahn und Co. wollten am 17. Juli auf etwa 1,4 Kilometer entlang der Ruhr zwischen Gymnasium und der Einmündung In der Borbeck an der Laupendahler Landstraße gut 500 Biertisch-Garnituren aufstellen. Kulturelle Beiträge sollten hier sowie auf vier Bühnen präsentiert werden.
„Alles in allem sind wir nicht sehr traurig“, sagt Hahn. „Mehr Zeit für die Vorbereitungen zu haben, stellt ja keinen Nachteil dar.“
08:05
Noch ein Still-Leben, noch dazu in Werden? Ach nö.
Ein einmaliges Event sollte auch ein solches bleiben. Warum stellen Heimat- und Bürgerverein, Karnevalsgesellschaften und Musiker nicht was Eigenes, Neues auf die Beine? Das, was vergangenes Jahr auf der A40 stattgefunden und glücklicherweise funktioniert hat, kann Werden selbst in einem deutlich abgespeckten Rahmen nicht verkraften. Selbst wenn nur einige Zehntausend nach Werden strömten, würde der (ÖPN-)Verkehr unter dieser Last vollends zusammenbrechen. Von dem Gedränge auf Werdens schmalen Straßen ganz zu schweigen.
Wenn selbst das traditionelle Pfingst-Open-Air an der Ruhr nicht (mehr) die Sicherheitsbestimmungen erfüllt, wie soll es dann ein Still-Leben tun, von dem man nicht einmal weiss, wieviele Menschen es nach Werden locken würde...?!