Geno Bank steigert Kreditgeschäft

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Die Geno Bank hat im vergangenen Jahr ihr Kreditgeschäft weiter ausgebaut. Wie die genossenschaftliche Bank mitteilte, stieg das Gesamtkreditvolumen um 4,1 Prozent auf 589 Millionen Euro. Vor allem das Firmenkreditgeschäft legte deutlich zu, nämlich um 13 Prozent. „Wir gehen in diesem Segment weiter von einer hohen Nachfrage und damit einer Verstetigung des Trends aus“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Heinz-Georg Anschott.

Kunden der Geno Bank sind vor allem kleine und mittelständische Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen fünf Millionen bis zu 100 bis 150 Millionen Euro. Das Geldinstitut hat seit längerem den Fokus auf das Geschäft mit Unternehmenfinanzierungen gerichtet und entsprechend den Vertrieb im Marktgebiet ausgebaut.

Jahresüberschuss legt zu

Neben den Firmenkrediten gab es auch weiteres Wachstum bei den Immobilienkrediten, so die Geno Bank. Die Kunden würden außerdem das anhaltend niedrige Zinsniveau dafür nutzen, ihre Wohnbaukredite neben der normalen Tilgung stärker abzuzahlen.

Anschott geht davon aus, dass die hohe Nachfrage nach Immobilienkrediten auch in diesem Jahr anhalten wird: „Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus schichten viele Kunden in Sachwerte wie Immobilien um.“ Die Immobilien-Tochter der Geno Bank vermittelte im zurückliegenden Jahr 110 Objekte mit einen Volumen von über 23 Millionen Euro.

Trotz des historischen Zinstiefs konnte die Genossenschaftsbank im vergangenen Jahr ihren Zinsüberschuss nahezu konstant halten. Der Zinsüberschuss ist neben dem Provisionsergebnis eine der Ertragssäulen einer Bank. Das Provisionsergebnis stieg unterdessen um fast neun Prozent auf 7,7 Millionen Euro. Vor allem die Provisionen aus dem Wertpapierhandel stiegen um 15 Prozent, was offensichtlich bedeutet, dass die Kunden wieder stärker Geld in Aktien oder Fonds anlegen. Die erzielten Provisionen aus den vermittelten Immobiliendarlehen nahmen sogar um 17 Prozent zu.

Dank eines niedrigen Bewertungsergebnisses steigerte die Bank ihren Jahresüberschuss vor Steuern auf 7,6 Millionen Euro. Unterm Strich stand somit ein Gewinn von rund fünf Millionen Euro. Ein großer Teil davon soll in die Rücklagen fließen, um das Eigenkapital zu stärken. Die Anteilseigner der Genossenschaftsbank sollen zudem weiterhin eine Dividende von drei Prozent auf ihre Genossenschaftsanteile erhalten, schlägt der Vorstand der Vertreterversammlung vor, die im Juni tagen wird. Bis 2013 lag die Dividende noch bei vier Prozent.

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Mitglieder auf über 21 000. Die Anteile, die ein Teilhaber erwerben kann, hat die Geno Bank mittlerweile jedoch bei 1000 Euro gedeckelt.